07. Dezember 2016

Thiele: Einseitige Bevorzugung von Radverkehr muss enden!

CDU-Fraktion ist gegen die unnötige und künstliche Verengung der Albertstraße

In jüngster Zeit kam es, maßgeblich durch die Stadtratsmehrheit von RRG befördert, zu fatalen Fehlentscheidungen bei wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekten in Dresden. Diese hatte der bau- und verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gunter Thiele, zum Anlass genommen, einen Kreisvorstandsbeschluss der Dresdner CDU zu initiieren:

„Bei aktuellen und zukünftigen Straßenausbauplanungen sind die Interessen aller Verkehrs-teilnehmer zu berücksichtigen. Einseitige Benachteiligungen einzelner Verkehrsteilnehmer, insbesondere des MIV, lehnt die CDU Dresden strikt ab. Das betrifft insbesondere Rückbaumaßnahmen bei ausreichenden Platzverhältnissen, wie z.B. am Zelleschen Weg, der Albertstraße oder an der Stauffenbergallee“, so Thiele.

Vor allem auf den neuesten Streich der Verwaltung, mit dem der ohnehin mächtigen Fahrradlobby in Dresden weiter gehuldigt werden soll, zielt der Beschluss ab. Erst jüngst hatte der grüne Baubürgermeister Schmidt-Lamontain verkündet, die angebliche „Fahrradfalle Albertplatz“ zu entschärfen und radverkehrsfreundlicher zu gestalten; ein Anliegen  gegen das auch Gunter Thiele prinzipiell nichts hat – wäre da nicht der entscheidende Pferdefuß:

„Wie schon bei den anderen Beispielen verfehlter rot-rot-grünen Straßenbauplanung – der Stauffenbergallee oder dem Zelleschen Weg – will RRG auch hier wieder zu Lasten des Kfz-Verkehrs eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern fördern. Das lehnen wir als CDU ab! Es ist schlichtweg nicht nachvollziehbar, warum in der Albertstraße Kfz-Spuren wegfallen sollen, um dort Radstreifen anzulegen. Denn: Radfahrer können bequem in der Sarrasanistraße fahren und in Richtung Albertplatz steht ein breiter, wenig ausgelasteter Gehweg zur Verfügung – dieser kann ohne viel Aufwand so umgestaltet werden, dass eine gute Lösung für den Radverkehr entsteht.“

Besonders ärgerlich ist, dass laut Thiele zum wiederholten Male eine einseitige und verkehrspolitisch nicht gerechtfertigte Behinderung des „bösen Kfz-Verkehrs“ anvisiert wird, um den „guten Radverkehr“ zu befördern. Obwohl es die genannten einfachen Alternativen geben könnte, der die eine Gruppe der Verkehrsteilnehmer fördert, ohne die andere Gruppe aktiv und bewusst zu benachteiligen, wird zu Lasten des Kfz-Verkehrs geplant.

„Die Wegnahme einer Kfz-Spur in der Albertstraße halten wir aus verkehrspolitischer Sicht für völlig fatal. Denn dies würde das Stauvorkommen auf dem bereits heute überlasteten Albertplatz drastisch erhöhen. Wer sich mit dem Verkehrsaufkommen in Dresden auskennt, weiß, dass die Autos schon jetzt in zwei Spuren in Richtung Albertplatz im Stau stehen. Hier noch eine Spur wegfallen zu lassen, wäre verhängnisvoll. Ich plädiere dafür, dies entschieden abzulehnen“, so Thiele abschließend.

Dresden, den 07. Dezember 2016