12. September 2018

Thiele: „Unter Mobilität stelle ich mir etwas anderes vor“

„Picknicken Sie mal ungewöhnlich! Es stehen Liegestühle bereit und die DVB spendiert Kaffee und Kuchen“ – so werben der Grüne Baubürgermeister und die Umweltbürgermeisterin für die Mobilitätswoche in Dresden. Schön und gut möchte man meinen, doch die beworbene Veranstaltung findet nicht im Großen Garten statt, sondern auf dem für den Autoverkehr gesperrten Dr.-Külz-Ring. CDU-Verkehrsexperte Gunter Thiele sieht das kritisch:

„Auch ich plädiere für die verstärkte Nutzung des ÖPNV und den Umstieg auf emissionsarme Verkehrsmittel und begrüße das Grundanliegen der Europäischen Mobilitätswoche, die Frage nach einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Mobilität zu stellen. Jedoch kommen mir Zweifel, ob die Antworten darauf überzeugen können, wenn die Veranstaltung zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs in Dresden geht. Ein Mobilitätskonzept ohne Autoverkehr – wie hier offenbar propagiert – geht nach meinem Dafürhalten an der Realität vorbei. Die Straßensperrung steht der Idee von Mobilität völlig entgegen“, erklärt Gunter Thiele.

„Wie überzeugend und einladend ist eine solche Veranstaltung, wenn sie bei vielen Dresdnerinnen und Dresdnern Frust erzeugt, die Umwege in Kauf nehmen müssen und wertvolle Freizeit im Stau verlieren? Gerade an einem Einkaufstag, wie dem Samstag, wird der gesamte Verkehr zum Karstadt, zur Centrum-Galerie, zur Altmarkt-Galerie sowie der Prager Straße und der gesamten Innenstadt ausgebremst! Dahinter steckt wieder einmal eine absolut unnötige und ideologisch geprägte Schikane der Stadtverwaltung gegen die Dresdner Autofahrer, unsere Gäste und gegen die Einkaufseinrichtungen im Stadtzentrum! Ganz zu schweigen davon, dass die Emissionsbelastung im nicht-fließenden Verkehr noch zunimmt. Unter zukunftweisender Mobilität stelle ich mir etwas anderes vor“, macht der CDU Stadtrat klar und verweist auf die Initiativen der CDU Fraktion zur Förderung der Ladeinfrastruktur:

„Wir brauchen einen gut funktionierenden ÖPNV und insbesondere für die Förderung der E-Mobilität eine ausreichende Anzahl von wohnortnahen Ladestationen. Wir als CDU-Fraktion haben dieses Thema engagiert vorangetrieben und einen entscheidenden Entwicklungsprozess angeschoben, der die Einrichtung entsprechender Ladekapazitäten ermöglicht. Ein autofreier Samstag hingegen ist nicht mehr als Symbolpolitik nach rot-rot-grüner Manier. Zur Lösung der entscheidenden Zukunftsfragen trägt er nichts bei“, erklärt Gunter Thiele abschließend.

Dresden, den 12. September 2018