25. April 2018

Walter: Wohnungslosenhilfe an Bedarfen orientieren

CDU-Stadträtin Daniela Walter zum RRG-Antrag Wohnungslosenhilfe

Im November lebten in Dresden ca. 339 Personen in Obdachlosenwohnheimen, darunter 14 Familien mit insgesamt 21 Kindern. Das ergab eine Anfrage der CDU-Fraktion. Die Dunkelziffer der von Wohnungslosigkeit Betroffenen dürfte freilich deutlich höher liegen, da das Sozialamt nur jene Personen statistisch erfasst, die in den Unterkünften registriert werden. Der CDU-Sozialexpertin Daniela Walter ist das komplexe Problem bewusst:

„Auch in Dresden stellt sich das Thema Obdachlosigkeit als eine sozialpolitische Herausforderung dar, der wir mit angemessenen Maßnahmen und zielführenden Angeboten begegnen müssen. Unsere Zielstellung ist dabei ganz klar: wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten, das heißt dort unterstützen, wo Menschen in Problemlagen ihre Situation aus eigener Kraft nicht verändern können“, so Daniela Walter. „Dabei gilt unser besonderer Dank und Respekt denen, die sich ehrenamtlich in der Wohnungslosenhilfe engagieren. Ich denke da neben privaten Initiativen vor allem an die Dresdner Kirchgemeinden, die mit den Nachtcafés seit vielen Jahren einen verlässlichen und wichtigen Beitrag leisten.

Wir haben uns daher klar zur finanziellen Förderung dieses Angebotes bekannt und in der gestrigen Ausschusssitzung beantragt, die vorgesehene Zuwendung in Höhe von 80 Tsd. Euro um weitere 40 Tsd. Euro auf insgesamt 120 Tsd. Euro für die Nachtcafés zu erhöhen unter der Bedingung, den Punkt 2 des Antrages zu streichen. Dieser sah die Einrichtung eines Duschbusses für Obdachlose vor. Nach Rücksprache mit den freien Sozialträgern sehen wir dafür in Dresden keinen Bedarf, da sowohl in Übergangswohnheimen, in der Begegnungsstätte Wiener Straße oder im Tagestreff ‚Schorsch‘ Duschen zur Verfügung stehen“, erklärt die CDU-Stadträtin. „Ein Duschbus mag vielleicht in Berlin sinnvoll sein, aber in Dresden ist er es nicht. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir als Stadträte Treuhänder öffentlicher Mittel sind. Deren Verwendung muss sich gerade auch in der Sozialpolitik ganz klar an den reellen Bedarfen orientieren. Für sozialpolitische Phantastereien à la Rot-Rot-Grün, die nur auf öffentliche Wahrnehmung zielen, fehlt mir jedes Verständnis“, so Daniela Walter abschließend.

Dresden, den 25. April 2018