10. April 2018

Müller: Wir brauchen jetzt eine Lösung für die Ostrale

CDU-Fraktion beantragt Sondersitzung zur Zukunftssicherung

Christa Müller, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, hat auf den Hilferuf der Ostrale reagiert und gemeinsam mit ihren Ausschusskollegen eine Sondersitzung der Ausschüsse für Kultur, Wirtschaftsförderung und Finanzen beantragt:

„Wir brauchen dringend Lösungen für die akuten Probleme der Ostrale. Die Verwaltung muss endlich klare Antworten liefern, wann und wie es am Standort in den Futterställen und für die Dauer ihrer Sanierung interimsmäßig weitergehen soll. Die Ostrale braucht Planungssicherheit und verlässliche Partner in Verwaltung und Politik.“

Kulturexpertin Christa Müller ist froh, dass die Sondersitzung am kommenden Montag so zeitnah stattfinden kann. Besonders begrüßenswert ist aus ihrer Sicht die Teilnahme von Vertretern des OSTRALE e.V. sowie des OSTRALE.freunde e.V., der STESAD GmbH, der DGI Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH, der KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH und der MESSE DRESDEN GmbH – damit säßen alle wichtigen Verantwortungsträger an einem Tisch.

„Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, eine Sondersitzung aller drei Ausschüsse zu beantragen, da die Lösung der offenen Zukunftsfragen auch finanzpolitische Konsequenzen haben wird. Der Stadtrat muss sich entscheiden: Sind wir bereit, die Kosten für die Erhaltung des Industriedenkmals aufzubringen, oder beerdigen wir die Ostrale? Ich messe der Ostrale gerade auch im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadtbewerbung der Stadt eine große Bedeutung bei. Ein Weggang der Ostrale wäre ein fatales Signal und ein großer kultureller Verlust für Dresden“, so Christa Müller abschließend.

Hintergrundinformation:
Die qualitativ exzellente und vielseitige Schau der zeitgenössischen Künste zog im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Besucher an. Die Ostrale ist damit nicht nur zu einem kulturellen Aushängeschild der Landeshauptstadt geworden, sondern auch zu einem wichtigen Faktor in der Kreativ- und Tourismuswirtschaft und bildet neben dem Zentrum für Europäische Künste Hellerau einen unverzichtbaren Bestandteil der zeitgenössischen Künste in Dresden.

Trotz dieser beachtlichen Entwicklung, die die Ostrale seit ihrer Gründung 2007 in der internationalen und überregionalen Wahrnehmung genommen hat, ist ihr weiteres Bestehen aufgrund auslaufender Nutzungsgenehmigungen am dringend sanierungsbedürftigen Domizil im Ostragehege und mangels geeigneter alternativer Standorte gefährdet. In einer Mitteilung vom 28. Februar sprach die leitende Kuratorin, Andrea Hilger, davon, dass die Ostrale „mehr denn je in ihrer Existenz bedroht“ sei und forderte die Verantwortlichen in Stadt und Freistaat auf, sich für die Zukunftssicherung der Ostrale einzusetzen – andernfalls werde die Ostrale nicht zu halten sein.

Dresden, den 09. April 2018