12. April 2018

Ihle: „Dringend wirksame Schritte einleiten“

CDU-Fraktion fordert mehr Transparenz und konkrete Maßnahmen zur Konsolidierung des städtischen Klinikums

Ein Defizit im Jahresergebnis 2017 von 2,7 Millionen Euro, 67.000 Überstunden der Belegschaft, Stationsschließungen auf Grund von Personalengpässen, eine weiter steigende Zahl von Überlastungsanzeigen – „das Städtische Klinikum bereitet uns gegenwärtig große Sorgen“, so Astrid Ihle, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion. „Die vorliegenden Geschäftszahlen des letzten Jahres offenbaren gravierende Managementprobleme und ein offensichtliches Füh-rungsdefizit der zuständigen Bürgermeisterin, Frau Dr. Kaufmann.“

Unverständnis äußert Astrid Ihle auch über das intransparente Vorgehen der Geschäftsführung: „Die Krankenhausleitung hat uns erst in diesem Februar über die dramatische Lage des Hauses in Kenntnis gesetzt, dabei war die negative Entwicklung bereits im Mai letzten Jahres absehbar, wie eine Akteneinsicht ergab. Es erschließt sich mir nicht, warum die Betriebsleitung ihrer Pflicht nicht nachgekommen ist, und den Stadtrat zeitnah über die problematische Entwicklung verständigt hat. Dann hätten wir schon viel früher gegensteuern können“, so die Gesundheitsexpertin.

„Im Interesse einer optimalen Patientenversorgung und verbesserter Arbeitsbedingungen der Mit-arbeiter im Städtischen Klinikum fordern wir die zuständige Bürgermeisterin, Frau Dr. Kaufmann auf, endlich aktiv zu werden und wirksame Schritte einzuleiten. Ich denke da an konkrete Maß-nahmen, wie den Ausbau eines Springerpools im pflegerischen Bereich, eine bedarfsorientierte Ausbildungsoffensive, die Verschlankung der Leitungsebene durch Bildung größerer Organisationseinheiten, um Betriebsabläufe zu optimieren und den Personaleinsatz zu flexibilisieren“, sagt Astrid Ihle.

„Besonders wichtig ist uns jedoch ein transparentes Vorgehen der Klinikleitung gerade im Hinblick auf die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2018. Deshalb fordern wir eine regelmäßige Berichterstattungen aller drei Direktoren im Gesundheitsausschuss, um verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen. Wir wollen ein leistungsfähiges Klinikum mit höchsten Qualitätsstandards, das wirtschaftlich arbeitet. Die Schließung von Stationen oder das Abweisen von Patienten ist inakzeptabel“, so CDU-Gesundheitsexpertin Astrid Ihle abschließend.

Hintergrundinformation:
Das städtische Klinikum ist ein Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Dresden. Damit fungiert der Ausschuss für Gesundheit als Betriebsausschuss der Krankenhäuser – und ist daher so etwas wie der Aufsichtsrat für das Klinikum. Ihm kommen wichtige Überwachungs- und Kontrollaufgaben aber auch strategische Steuerungsfunktionen zu.

Dresden, den 12. April 2018