19. Januar 2018

Ahnert: Rot-Rot-Grüner Schulnetzplan ist unrealistisch!

Fehlende Schulplätze und Ideologie statt kinderfreundlicher Lösungen

Im Bildungsausschuss hat die CDU-Fraktion einen stimmigen Änderungsantrag zum Schulnetzplan vorgelegt. Die bildungspolitische Sprecherin, Heike Ahnert, erklärt die Prämissen des eigenen Vorschlags und kritisiert den stattdessen erfolgten Beschlussvorschlag von RRG scharf:

„Die CDU-Fraktion hat nach den intensiven Beratungen und Anhörungen der letzten Monate von bisherigen Vorstellungen, wie die Gründung des Gymnasiums LEO in Prohlis, Abstand genommen. Das haben wir uns nicht leicht gemacht. Prämissen sind für uns möglichst kurze Wege und eine individuelle Förderung aller Schüler entsprechend ihrer Begabung. Ein Gymnasium in Stadtrandlage, z.B. in Gorbitz oder in Prohlis, steht dem komplett entgegen.
Unser Ansatz für die Johannstadt heißt Bildung. Der Ansatz von RRG ist eine Verdichtung der sozialen Probleme durch eine weitere Konzentration von Sozialwohnungen und die Etablierung der Universitätsschule an der viele Schüler der Johannstadt unerwünscht sind.“

Den von Rot-Rot-Grün entworfenen 11-seitigen Änderungsantrag kritisiert die Bildungspolitikerin als unzumutbar. Die Fraktionen hätten sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Vorschläge zu prüfen. So wird der Einzug eines Teils der Robinsonschule in das Tschirnhaus-Gymnasium weder von den Betroffenen als pädagogisch sinnvoll und umsetzbar eingestuft, noch erscheint dies räumlich oder zeitlich realisierbar. Das Schulgebäude befindet sich noch im Bau.

„Wer – zu Recht – von der Stadtverwaltung eine Planung von 25 Kindern pro Klasse fordert, sollte mit den eigenen Vorschlägen nicht dringend benötigte Plätze streichen! Es fehlen zwei Züge an Gymnasien – damit sind stadtweit übervolle Klassen an den Gymnasien eingeplant. In der Altstadt fehlen Grundschulplätze und die Kinder mit besonderen sportlichen Talenten können zukünftig nicht mehr gefördert werden“, führt Heike Ahnert weiter aus.

Fachliche, rechtliche oder organisatorische Argumente aus dem Beteiligungsprozess in den Ausschüssen und Anhörungen fanden kein Gehör.

„Das Gymnasium Gorbitz muss aus Sicht von RRG unbedingt sein, die Folgen für andere Standorte und Schüler spielen keine Rolle. Das gleiche Schema zeigt sich bei der Universitätsschule. Doch diese Pläne funktionieren nur auf dem Papier. Ebenso werden Bauzeiten ignoriert; wie in 4 Jahren neue Schulgebäude einzugsfertig sein sollen, ist mir ein Rätsel.
Fazit: Dieser rot-rot-grüne Schulnetzplan ist nicht realisierbar! Den Preis für diese ideologische Planung werden die Schüler zahlen – mit langen Schulwegen und vollen Klassen“, so Heike Ahnert abschließend.

Dresden, 19. Januar 2018