25. Oktober 2017

Ahnert: Inklusionsstrategie als Teil einer atmenden Schulplanung

Im Zuge der aktuellen Schuldiskussion legt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Heike Ahnert, einen Vorschlag vor, die Takte zur Fortschreibung der Schulnetzpläne zu verkürzen und eine tatsächlich für Dresden passende Inklusionsstrategie zu erarbeiten:

„Der Schulnetzplan ist mit seinen 682 Seiten nicht nur äußerlich sehr umfangreich – er ist es auch in Hinsicht der Herausforderungen, die zu lösen sind, um eine gute und nachhaltige Bildungsgrundlage für unsere Kinder zu schaffen. Angesichts der Schnelllebigkeit unserer Zeit müssen wir darüber nachdenken, ob es noch zeitgemäß ist, Schulnetzpläne für fünf Jahre zu beschließen. Wir brauchen eine Schulplanung die atmen kann. Ich schlage daher vor, dass der Stadtrat bereits 2019 über die nächste Fortschreibung des Schulnetzplans abstimmt. So können wir sowohl auf aktuelle Schülerprognosen reagieren und die hohe Dynamik in einzelnen Stadtteilen wie Pieschen, Plauen oder der Altstadt im Blick behalten.

Gleichsam gibt uns dieses Vorgehen die Zeit, auch die Erfordernisse der Inklusion vernünftig in die Planungen aufnehmen. Inklusive Beschulung funktioniert nicht von heute auf morgen und schon gar nicht von oben verordnet. Wir sollten jetzt einen geordneten Prozess beginnen, um die für Dresden passende Inklusionsstrategie zu entwickeln. Das geht nur in einem engen Austausch und in Zusammenarbeit mit den Schulen. Eine überstürzte Inklusion, dass zeigen die Erfahrungen in anderen Bundesländern, darf es in Dresden nicht geben.

Wenn wir uns verabreden, jetzt einen konstruktiven Diskussionsprozess zu beginnen, an dessen Ende 2019 eine wirklich für Dresden passende Inklusionsstrategie steht, dann wäre der Weg auch frei, den aktuellen Schulnetzplan zeitnah zu verabschieden. Schließlich müssen zahlreiche Grundsatzentscheidungen für Schulbauprojekte getroffen werden. Da läuft uns bei 6 Jahren für Planung und Bau schlicht die Zeit davon. Die Kinder sind schon da!“, so Ahnert abschließend.

Dresden, den 25. Oktober 2017