Anke

Wagner: Das neue Orang-Utan-Haus im Zoo muss her - alles andere wäre Tierquälerei

Zoo-Orang-Utans auf einen Gnadenhof ? "Der Vorschlag ist zynisch"

Sie heißen Toni, Daisy, Dalai, Djudi und Djaka - die Orang-Utans im Dresdner Zoo. Und sie brauchen endlich ein neues Zuhause. Das alte Affenhaus steht schon seit fast 20 Jahren im Entwicklungskonzept des Zoos. Seit seiner Einweihung 1985 wurde es stets als Interimsunterkunft gesehen.

Den Tieren geht es gut, und im Rahmen der Möglichkeiten werden die Gehege den Bedürfnissen der Tiere mit Klettermöglichkeiten und Beschäftigungsangeboten aufgewertet. Doch jetzt sind sie dran, ein besseres Umfeld zu erhalten, sagt unsere Stadträtin und Zoo-Aufsichtsrätin Anke Wagner:

"Die Affen sind hier geboren, für sie müssen wir die Lebensbedingungen verbessern. Würden sie wirklich abgegeben, wie es Kritiker wollen, dann drohen psychische Probleme bis hin zum Tod. Sie hätten ihre Pfleger und ihre vertraute Umgebung nicht mehr. Die "Anregung", lieber die Versorgung auf einem Gnadenhof zu finanzieren, ist einfach nur zynisch.

Außerdem sehe ich den Neubau auch als wichtiges Signal an die Dresdner. Der Zoo ist ja nicht nur Freizeitziel, sondern hat auch eine wichtige pädagogische Funktion mit der Zoo-Schule.

Die zu beschließende Gesellschafter-Einlage ist eine Win/Win-Situation sowohl für den Zoo als auch für die Stadt. Dadurch werden Negativzinsen für die geparkten Gelder vermieden, und der Kredit wird ja zurückgezahlt."

Das größte Bauprojekt in der Zoogeschichte kostet 17 Millionen Euro. 10 % sollen über Spenden finanziert werden.

👉https://www.zoo-dresden.de/de/...

Bild: oben der derzeitige Schriftzug/ unten das Modell des Neubaus

Quelle: © Zoo Dresden

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