Jugendhilfeausschuss

Der kommunale Jugendhilfeausschuss hat seine rechtliche Grundlage im Sozialgesetzbuch VIII und ist somit die gesetzlich vorgeschriebene Interessenvertretung für die Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien in einer Kommune. Der Jugendhilfeausschuss ist neben der Verwaltung gleichberechtigter Teil des Jugendamtes. Er hat Beschlussrecht in Angelegenheiten der Jugendhilfe im Rahmen der vom Stadtrat bereitgestellten Haushaltsmittel, der von ihm erlassenen Satzungen und Beschlüsse.  

Die 15 stimmberechtigten Mitglieder des Jugendhilfeausschusses setzen sich zu 3/5 aus Vertretern des Stadtrates oder von diesem gewählten erfahrenen Personen sowie zu 2/5 aus vom Stadtrat auf Vorschlag der freien Träger der Jugendhilfe gewählten Vertretern zusammen. Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses ist die Oberbürgermeisterin.  

Die positive Bevölkerungsentwicklung in Dresden und sich damit verändernde Bevölkerungsstrukturen in den Stadtteilen stellen auch die Dresdner Jugendhilfelandschaft vor neue Herausforderungen.  

Mit Hilfe der neuen Bedarfs- und Fachplanung in den Bereichen Jugendfreizeit-, Jugendhilfe-, Jugendsozialarbeit sowie Schulsozialarbeit bestimmen die Mitglieder des Ausschusses die künftigen inhaltlichen und territorialen Schwerpunkte. Dabei schreibt auch künftig der neue Jugendhilfefachplan keine statischen Förderzustände fest sondern muss ich auch den realen Gegebenheiten anpassen. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel müssen bedarfsgerecht und zielorientiert eingesetzt werden. Die entsprechende Verwendung der Fördermittel muss durch das Jugendamt vor Ort kontinuierlich überprüft werden. Dafür sind aber auch verstärkt Investitionen in die bauliche Substanz der Angebote vor Ort notwendig. 

Durch das 2011 verabschiedete Bundeskinderschutzgesetz liegt künftig ein noch stärkeres Augenmerk auf den 0-3-jährigen Kindern und auf der Unterstützung ihrer Eltern, insofern diese Hilfe nötig haben. Wir wollen dort für Eltern da sein, wo Hilfe gebraucht wird. Dafür werden wir bestimmte jugendhilfliche Angebote zu Familienzentren weiterentwickeln. Kein Kind darf künftig durch Vernachlässigung und mangelnder Hilfestellung in seiner Entwicklung zu Schaden kommen.

In Abstimmung mit den Ämtern und in Diskussion mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst der Ortsämter muss der rasante Anstieg im Bereich der wirtschaftlichen Hilfen zur Erziehung intensiver diskutiert und Lösungswege zur Umkehr der Entwicklung aufgezeigt werden.

Die CDU-Fraktion setzt sich für ein breites Angebot an freien Trägern in der Jugendhilfe sowie im Bereich der Kindertagesstätten ein.