Bei einem Termin mit dem ADFC Dresden e.V. tauschten sich unsere Stadträte Veit Böhm und Mario Schmidt über die weitere verkehrliche Gestaltung der neuen Carolabrücke aus. Jonas Geyer, Referent für Verkehrspolitik, erläuterte aus Sicht des ADFC Dresden die Vor- und Nachteile des vom Stadtrat mehrheitlich beschlossenen Entwurfes von TSSB. Insbesondere bei der Führung des Radverkehrs in Richtung Altstadt wird Verbesserungsbedarf gesehen.
Für uns war bereits im Vorfeld der Entwurfserstellung wichtig, dass die neue Brücke mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer bieten muss. Dazu gehören regelkonforme und getrennte Rad- und Fußwege sowie eine gute Anbindung an den Elberadweg.
Wir danken für den sachlichen Austausch und werden die weiteren Planungen entsprechend begleiten.
Hintergrund:
Das Planungsteam CAROLA 3.0 (FHECOR Deutschland GmbH und TSSB
architekten) hat den Auftrag für die Fortführung der Planung der
Carolabrücke erhalten. Oberbürgermeister Dirk Hilbert unterzeichnete den
Vertrag am 10. September 2026. Damit beginnt die nächste Planungsphase.
Ziel ist ein genehmigungsreifer Entwurf mit allen statischen,
konstruktiven und architektonischen Details, der Anfang 2027 vorliegen
soll. Anschließend wird der Entwurf dem städtischen Begleitgremium
vorgestellt.
In den kommenden Monaten stimmen die Landeshauptstadt und das
Planungsteam alle Fachdetails des Entwurfes ab. Dafür werden
Planungsgruppen aus Fachleuten von beiden Seiten gebildet. Unter anderem
geht es um die Verkehrsanlagen, die Gleise oder die Leitungen für
Fernwärme, Kommunikation und Strom sowie den ÖPNV.
Aufgestellt wird
außerdem der Terminplan für die Vorplanung und den finalen Entwurf. Um
mit dem Bau beginnen zu können, müssen alle Belange zusammengeführt
werden.
Damit aus dem Siegerentwurf eine echte Brücke wird, muss die
Planung mit zahlreichen Behörden und weiteren Beteiligten abgestimmt
werden. Dazu gehören das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), sowie
Umwelt-, Naturschutz-, Hochwasserschutz- und Denkmalschutzbehörden. Das
Brückenareal liegt in einem streng geschützten FFH-Gebiet
(Flora-Fauna-Habitat). So müssen die Baustellenlogistik und der
Artenschutz abgeglichen sein.
Der Stadtrat hatte am 3. September 2026 mit 39 zu 31 Stimmen für den Entwurf des Planungsteams CAROLA 3.0 - FHECOR Deutschland GmbH und TSSB architekten abgestimmt Die Beauftragung erfolgt stufenweise: Die erste Stufe umfasst die Leistungsphasen 1 und 2, die weiteren Stufen die Leistungsphasen 2 bis 4 sowie 5 bis 7. Das Planungsteam startet in die Planungsphase 2.
Ist die Genehmigung für den Bau erteilt, werden die technischen Dokumente und Leistungsbeschreibungen vorbereitet und die Ausschreibung startet. Die Ausschreibung könnte im Herbst 2027 beginnen. Der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. (Quelle: Stadt Dresden)