TOP 2 - Aktuelle Stunde zum Thema „Forderungen des Jugendklimarats Dresden"
Für uns ist klar: Der Klimawandel ist auch auf kommunaler Ebene eine zentrale Herausforderung. Klimaschutz muss jedoch vor Ort wirksam, wirtschaftlich tragfähig und sozial vertretbar sein. Er darf weder gegen die Wirtschaft noch gegen die Bürgerinnen und Bürger oder die Handlungsmöglichkeiten der Kommune gerichtet sein. Deshalb geht es nicht nur darum, Forderungen aufzustellen, sondern auch zu prüfen, was tatsächlich umsetzbar, finanzierbar und gesellschaftlich akzeptiert ist. >> Zum Redebeitrag
Aus den Forderungen ziehen wir mehrere Schwerpunkte: Klimaschutz im Alltag, Fortschritte bei der Verkehrswende, mehr Stadtgrün und Hitzeschutz sowie eine stärkere Beteiligung junger Menschen. Die Umsetzung dieser Punkte in realistische Kommunalpolitik ist jedoch anspruchsvoll und muss die Interessen der gesamten Bevölkerung berücksichtigen. Gute Politik bedeutet für uns, nicht einfach Maximalforderungen zu übernehmen, sondern praktikable Lösungen zu entwickeln.
Beim Thema Stadtgrün sehen wir Handlungsbedarf, insbesondere aufgrund der negativen Baumbilanz. Hier wollen wir gemeinsam nach finanziellen Möglichkeiten suchen, um langfristig mehr Grün in der Stadt zu sichern. Beim Klimaschutz an Schulen gibt es bereits Fortschritte und Beteiligungsmöglichkeiten, die aber stärker genutzt werden sollten. Auch in der Infrastruktur ist bereits viel geschehen, mit weiteren großen Investitionen in der Zukunft.
Im Bereich Verkehr und ÖPNV stehen wir vor schwierigen Entscheidungen. Ein kostenloser ÖPNV ist aus unserer Sicht derzeit finanziell kaum realisierbar, und auch strukturelle Fragen werden eine große Rolle spielen. Bei der Beteiligung junger Menschen sehen wir grundsätzlich viele vorhandene Formate, allerdings besteht Verbesserungsbedarf bei deren tatsächlicher Wirksamkeit.
Abschließend verstehen wir unsere Aufgabe als Stadtrat darin, verantwortungsvolle Politik zu machen. Dazu gehört, Prioritäten zu setzen, Maßnahmen realistisch zu planen und die Finanzierung zu klären. Klimaschutz ernst zu nehmen bedeutet für uns daher auch, diese Fragen offen und ehrlich zu beantworten.