Aus dem Verkehrsausschuss
18 Millionen fehlen der DVB jeweils 2025 und 2026 im Etat. Es ist möglich, dass das hohe Niveau des Öffentlichen Personennahverkehrs in Dresden mit kleinen Abstrichen dennoch gehalten werden kann. Ein im Ausschuss diskutierter und nun dem Stadtrat vorliegender Antrag schlägt verschiedene Maßnahmen vor:
So sollen der Zehn-Minuten-Takt an Vormittagen und ab 18 Uhr reduziert werden und in allen Ferienzeiten weniger Busse und Straßenbahnen als im Normalbetrieb fahren.
Auf mehreren Bus- und Straßenbahnlinien sind Taktreduzierungen vorgesehen, die vor allem Strecken beträfen, die von mehreren Linien bedient würden. An Sonnabenden sollen mehrere Linien im 15-Minuten-Takt fahren statt wie bisher alle zehn Minuten, die Linie 13 soll tagsüber nur bis Mickten und nicht weiter nach Kaditz fahren.
Ein großer Kostentreiber sind, laut Antragsteller, langsam fahrende und stehende Straßenbahnen. Es wird als Irrweg gesehen, Autoverkehr und Straßenbahnverkehr gemeinsam auf den Schienen abwickeln zu wollen, um breite Radstreifen auf die Fahrbahnen pinseln zu können.
Unser verkehrspolitischer Sprecher Veit Böhm signalisiert interfraktionelle Unterstützung für die Pläne: „Wir wollen keine Angebotskürzungen. Aber wenn sich bei Bund, Land und in der Stadtkasse kein Geld finden lässt, dann halten wir den Vorschlag notgedrungen für einen gangbaren Weg. Wir halten nichts davon, die Dresdner zusätzlich zu belasten, um die DVB zu finanzieren." >> Zum Pressebeitrag (Bezahlschranke)