EINBLICKE - CDU-Fraktion im Stadtrat Dresden

2. Ausgabe 2018

Nachruf

Zum Tod von Christa Müller

Der plötzliche und unerwartete Tod unserer langjährigen Fraktionskollegin und politischen Wegbegleiterin Christa Müller reißt eine große Lücke in die Reihen unserer Fraktion und unserer Partei. Mit ihr verlieren wir eine engagierte Frau, eine erfahrene Stadträtin, vor allem aber einen liebenswerten Menschen.

Christa Müller, 1952 in Dresden geboren, zog es direkt nach der Friedlichen Revolution in die Kommunalpolitik. 1989 begann sie ihre Arbeit im Untersuchungsausschuss gegen Amtsmissbrauch und Korruption, den sie bis 1994 leitete. Ab 1990 saß sie als Stadtverordnete für ihren Wahlkreis Loschwitz im ersten frei gewählten Stadtrat der Landeshauptstadt und begleitete dieses Ehrenamt mehr als 27 Jahre mit großem Engagement und echter Leidenschaft. 2007 bis 2010 führte Christa Müller die CDU-Fraktion als deren Vorsitzende und war bis zuletzt Mitglied in zahlreichen Ausschüssen.

Dresden hat ihrem politischen Engagement viel zu verdanken. Alle ihre Verdienste aufzuzählen, ist angesichts ihrer politischen Lebensleistung hier nicht möglich. Mit ihr werden untrennbar verbunden bleiben die Wiederaufbaujahre nach 1990, die Schuldenfreiheit unserer Stadt sowie insbesondere die beiden einzigartigen Großprojekte der Kultur – das Kraftwerk Mitte als neue Spielstätte für Operette und TJG wie auch der neue Kulturpalast – die sie als kulturpolitische Sprecherin der Fraktion mit Beharrlichkeit durchzusetzen vermochte.

Politik war Christa Müllers Leben. Sie bleibt uns in Erinnerung als eine leidenschaftliche, vom christlichen Glauben geleitete Kämpferin im Ringen um die besten Lösungen für Dresden, als kompromissbereite Kollegin, als streitbare Akteurin auf kommunalpolitischer Bühne. Ihre Gestaltungskraft, ihre Durchsetzungsfähigkeit, ihre Ausdauer und Geduld, vor allem aber ihr großes Engagement werden wir vermissen. Christa Müller wird uns fehlen. Wir sollten in diesem Moment voller Dankbarkeit für die Zeit mit ihr innehalten und sie in unsere Gebete einschließen.

Jan Donhauser                   Christian Hartmann