EINBLICKE - CDU-Fraktion im Stadtrat Dresden

2. Ausgabe 2018

Schulen mit besonderen Herausforderungen brauchen zusätzliche Unterstützung

Handlungsprogramm „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“ soll ausgebaut werden

Im April hat der Stadtrat den Antrag zur „Erweiterung des Handlungsprogrammes ‚Aufwachsen in sozialer Verantwortung‘ auf ausgewählte Horte und Grundschulen“ beschlossen. Auch wir als CDU-Fraktion haben diesem Antrag von RRG zugestimmt, denn das seit 2008 laufende Projekt an derzeit 25 Dresdner Kitas hat sich bewährt.

In besonders belasteten Sozialräumen und Grundschulstandorten wollen wir zukünftig mehr Personal zur Verfügung stellen. Denn hier konzentrieren sich Kinder mit besonderen sprachlichen, emotionalen oder sozialen Schwierigkeiten.
 
Nach unserem Grundverständnis als Christdemokraten legt das Elternhaus das Fundament an essentiellen Werten und vermittelt die Kompetenzen für ein gelingendes Leben eines jungen Menschen. Darauf aufbauend bilden die Kindertagesstätten und Grundschulen die weiteren Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn der Kinder. In diesem Rahmen ist es ferner die Herausforderung der Bildungsstadt Dresden, Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. Dabei sind wir in Sachsen ziemlich erfolgreich:
Vergleichsstudien belegen, dass die soziale Herkunft in keinem anderen Bundesland so wenig Einfluss auf den schulischen Erfolg hat wie in Sachsen. Während dies ein positives Ergebnis der sächsischen Bildungspolitik ist, sehen wir auch in Dresden sehr wohl die Notwendigkeit, die Anstrengungen der Stadt weiter zu verstärken, damit es keine Rolle für die Bildungswege spielt, aus welchem Stadtteil Kinder und Jugendliche stammen beziehungsweise welche Schule sie besuchen.

Leider müssen wir feststellen, dass sich auch in Dresden der Prozess der Segregation in den Stadtteilen in den Kitas und Schulen fortsetzt. Mit dem Zuzug von Asylsuchenden und Flüchtlingen hat sich dieser Effekt weiter verschärft. Zunehmend konzentrieren sich besondere Problemlagen in einzelnen Einrichtungen, was den Bildungsablauf erschwert.

Kein Programm kann ein intaktes und verantwortliches familiäres Umfeld ersetzen

Die Fülle an unterschiedlichen Problemen bedarf zusätzlicher Unterstützung. Hier sind wir uns mit den anderen Fraktionen im Dresdner Stadtrat einig. Allerdings haben RRG mit ihrem Antrag die Chance vertan, vor der Haushaltsberatung konkrete Anforderungen zu formulieren und einen finanziellen Rahmen abzustecken. Zusätzliche Horterzieher? Kulturdolmetscher? Sozialpädagogen? Oder Verwaltungsassistenten? – Die Möglichkeiten, den Einrichtungen bei der Bewältigung ihrer zusätzlichen Aufgaben zu helfen, sind vielfältig. Hier waren wir noch intensiv in der Beratung, als RRG ihren Antrag vorlegten.

Ein weiterer Punkt unterscheidet uns von den Erwartungen der linken Fraktionen: Kein Kind darf zurückbleiben und jedes Kind – ob es überdurchschnittlicher Hilfe bedarf oder nicht – hat das Recht auf Förderung. Je mehr sich Problemstellungen konzentrieren, umso schwieriger wird es, allen Kindern gerecht zu werden. Darum wollen wir an ausgewählten Standorten zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellen. Unabhängig vom zukünftigen Personaleinsatz unterliegen wir aber nicht der Illusion, dass ein staatliches Programm ein intaktes und verantwortliches familiäres Umfeld kompensieren bzw. gar ersetzen könnte!

VON STADTRÄTIN HEIKE AHNERT

Heike Ahnert

Tätigkeit:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Funktion:
Stadträtin
Bildungspolitische Sprecherin

Dem Wahlkreis zugehörige Stadtteile:
Leuben, Laubegast, Kleinzschachwitz, Großzschachwitz, Sporbitz, Zschieren, Meuslitz

Kontakt:
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