EINBLICKE - CDU-Fraktion im Stadtrat Dresden

2. Ausgabe 2017

Kulturpolitik wider die Vernunft

Christa Müller verlässt aus Protest den Vorstand des HSKD

Das Heinrich-Schütz-Konservatorium e. V. steht seit 1996 exemplarisch für einen selbstbewusst gelebten Dresdner Bürgersinn. Ob als Förderer in einem der vielen Fördervereine, als Experten im künstlerischen Beirat, als Mitglieder im Verein oder im Vorstand – viele Bürgerinnen und Bürger haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten für Dresdens größte Musikschule engagiert und die wertvolle Arbeit vor Ort in unterschiedlicher Form unterstützt. Gegen die von rot-rot-grün kulturideologisch forcierte Verstaatlichung des HSKD bezieht die CDU-Fraktion klar Stellung.

Anschlag auf das bürgerschaftliche Engagement
Mehr als 10 Jahre saß ich als CDU-Kulturexpertin im Vorstand des Vereins, setzte mich für die Arbeit der Musikschule ein und schrieb am musikpädagogischen Konzept mit. Meinen persönlichen Entschluss, den Vorstand zu verlassen, verbinde ich klar mit dem Beschluss des Stadtrates, den Musikschulverein zu verstaatlichen. Als Vorstandsmitglied des Heinrich-Schütz-Konservatoriums kann ich den verantwortungslosen kulturpolitischen Kurs der rotrot-grünen Stadtratsmehrheit und der Verwaltung nicht mittragen. Mir ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, da ich die Arbeit des Vereines mit Herz und Tat begleitet habe. Die jetzt anstehende Kommunalisierung jedoch birgt zu große Gefahren für den Fortbestand und die Qualität der musikpädagogischen Arbeit in Dresden und entspricht nicht meinen persönlichen Vorstellungen und der Auffassung der CDU-Fraktion von einer lebendigen städtischen Bürgergesellschaft. Die Gründung eines Eigenbetriebes ist ein Anschlag auf das bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt.

Kulturpolitik zu Lasten von Schülern und Eltern
Eine Eigenbetriebsform in Trägerschaft und Verantwortung der Stadt vermindert aus meiner Sicht die Motivation der Dresdnerinnen und Dresdner, sich für die Belange der kulturellen Bildung einzubringen und in den gewachsenen Förderstrukturen zu engagieren. Wo bleiben in einer solchen behördlichen Struktur die Phantasie, die Flexibilität, die Freude am Neuen, der Mut zum Beschreiten neuer Bahnen, die Verwirklichung visionärer Ideen? Werden sich Unterstützer und Engagierte finden, die bereit sind, die Arbeit eines städtischen Unternehmens finanziell zu unterstützen?

VON STADTRÄTIN CHRISTA MÜLLER

Christa Müller

Tätigkeit:
Geschäftsführende Gesellschafterin

Funktion:
Vorstandsmitglied
Kulturpolitische Sprecherin

Dem Wahlkreis zugehörige Stadtteile:
Loschwitz/Wachwitz, Bühlau/Weißer Hirsch, Hosterwitz/Pillnitz, Dresdner Heide, Schönfeld-Weißig, Gönnsdorf/Pappritz, Schönfeld/Schullwitz, Radeberger Vorstadt östlich der Waldschlößchenstr. bzw. -brücke

Kontakt:
mueller@dresden-cdu.de

Website:
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