EINBLICKE - CDU-Fraktion im Stadtrat

1. Ausgabe 2016

CDU-Antrag zur Realisierung des Gymnasium Prohlis abgebügelt

Rot-Rot-Grüne Schulpolitik ohne Plan für den Dresdner Osten

Mit einem Eilantrag hat die CDU-Fraktion einen Vorschlag für die Realisierung des seit 2012 geplanten Gymnasiums Prohlis eingebracht und für die Gründung im Schuljahr 2016/2017 gekämpft. LINKE, SPD und GRÜNE haben dies abgelehnt und stellen ein allgemeinbildendes Gymnasium in Prohlis mit ihrem Beschluss grundsätzlich zur Diskussion.

Ausgangspunkt für unseren Standort Windmühlenstraße

Mit der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in der Boxberger Straße 1-3 scheidet dieser bisher geplante Standort auf unabsehbare Zeit aus. Mit der von LINKE, SPD und GRÜNEN beschlossenen Umnutzung wurden die Gebäude für 800.000 Euro umgebaut. Die Betriebserlaubnis als Schulstandort und damit der Bestandsschutz sind erloschen. Eine reine Wiederinbetriebnahme würde bis zu 8 Millionen Euro und 3 Jahre beanspruchen.

Die CDU hat daher einen Neubau am Standort der ehemaligen 124. Mittelschule an der Windmühlenstraße vorgeschlagen. Nur ca. 1 km vom ursprünglich geplanten Standort an der Boxberger Straße entfernt, können auf dem Areal der ehemaligen „Sternhäuser“ die erwarteten positiven Impulse für den Sozialraum verwirklicht werden. Andere kommunale Liegenschaften der Stadt im näheren Umkreis stehen nicht zur Verfügung.

Die Gründung des Gymnasium Prohlis war in den letzten beiden Jahren an zu wenigen Anmeldungen gescheitet. Eine Sanierung des Plattenbaus im laufenden Schulbetrieb unter durchaus schwierigen sozialräumlichen Gegebenheiten war für Eltern und Schüler, auch aus Prohlis, im Vergleich zu den etablierten Schulen unattraktiv. Diesem Umstand trägt der Vorschlag Windmühlenstraße Rechnung: Ein Neubau, der den heutigen pädagogischen und baulichen Anforderungen entspricht. Außerdem ist das Grundstück verkehrlich hervorragend angebunden. Aus einem sehr großen Einzugsgebiet können Schüler schnell und ohne Umsteigen die Schule erreichen. Der Ortsbeirat Prohlis votierte mehrheitlich für diesen Vorschlag.

Argumente gegen den Standort sind vorgeschoben

Ein Gymnasium in Niedersedlitz verhindert die Bildungschancen der 10jährigen in Prohlis, so lassen sich die Aussagen des SPD-Ortsverbandes gegen den Standort – 400m neben der Stadtteilgrenze – zusammenfassen. Die Kosten für diesen Neubau stiegen in den Aussagen von Dr. Lames von ursprünglich ca. 26 Mio. auf zuletzt bis zu 40 Mio. Euro. Fakt ist aber: ein Neubau kostet nicht mehr als eine Sanierung, aktuell sind 23 Mio. für das Gymnasium Prohlis im Haushalt eingeplant. Vorgesehen ist ein 4-zügiges Gymnasium. Mit 43 Mio. Euro wird das Gymnasium Südwest für 6 Klassen pro Jahrgang, also erheblich größer, entstehen. Außerdem müsse man Planen und Ausschreiben und das dauert Jahre. Richtig, wie bei jedem Schulbau und jeder Sanierung – auch für die Boxberger Straße, für die noch keine Entwürfe ausgeschrieben sind.

Folgen für die Dresdner Schullandschaft

Die Schülerzahlen hätten die Gründung dieses Gymnasiums notwendig gemacht. Um die in diesem Jahr noch mögliche Neugründung des Gymnasiums mit nur 40 Schülern zu realisieren, haben wir die Gründung an einem Auslagerungsstandort gefordert. Die Marienberger Straße 7 wäre hierzu eine gute Möglichkeit, die von der Verwaltung scheinbar nicht in Betracht gezogen und von uns zur Prüfung vorgesehen wurde. Mit einer verbindlichen Perspektive wäre Vertrauen bei Eltern und Schülern geschaffen wurden. Ein Neubau an der Windmühlenstraße wäre die attraktive Alternative gewesen, die allen Dresdner Gymnasien Entlastung in den teils bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllten Klassen gebracht hätte. Eine Umlenkung würde die Wahlfreiheit der Schüler und Eltern einschränken. Sie wird zu recht erst vorgenommen, wenn der letzte Platz besetzt ist.

Für Prohlis sind wir wieder im Jahr 2011 – Schulart und Schulstandort sind vollkommen offen: Ob ein Gymnasium oder ein Berufsschulzentrum mit angeschlossenem beruflichen Gymnasium; ob an der Boxberger Straße oder anderswo in Prohlis. Die Verwaltung prüft mit ungewissem Ausgang. Die CDU bekennt sich hingegen zu einem allgemeinbildenden Gymnasium im Ortsamt Prohlis!

VON STADTRÄTIN ANKE AHNERT

Markierung oben: bisheriger Standort
Markierung unten: unser Alternativvorschlag
Heike Ahnert

Tätigkeit:
Referentin im Kultusministerium

Funktion:
Stadträtin

Dem Wahlkreis zugehörige Stadtteile:
Loschwitz/Wachwitz, Bühlau/Weißer Hirsch, Hosterwitz/Pillnitz, Dresdner Heide, Leuben, Laubegast, Kleinzschachwitz, Großzschachwitz

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