EINBLICKE - CDU-Fraktion im Stadtrat

5. Ausgabe 2015

Gedanken zum Jahreswechsel

Was bedeutet Schöpfung für uns?

Liebe Leserinnen und Leser, ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Der Jahreswechsel bietet mir auch die Gelegenheit, über grundlegende Ausrichtungen nachzudenken.

Die Dresdner Union und die CDU-Fraktion haben in diesem Jahr, und vor allem seit 1990, viel für unsere Heimatstadt getan. Es waren manchmal schwere, aber vor allem: gute Jahre. Und das soll auch so bleiben. Dabei ist es immer hilfreich, das eigene Themenspektrum zu hinterfragen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln; zweifellos in der Sache - aber auch, um ein breiteres Angebot für die Wählerinnen und Wähler zu bieten. Denn viele für Dresden so wichtige Dinge lassen sich nur, gerade in diesem Stadtrat, mit einer größeren Wählerlegitimation hin zur CDU umsetzen.

Das führt mich zu dem Gedanken, den Natur- und Umweltschutz stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Unbestritten sind Schuldenfreiheit und Investitionen sehr wichtig. Dennoch bin ich überzeugt, dass Erhalt und Schutz der Natur gerade in Dresden - mit dem Lebensgefühl der Menschen, die hier wohnen - eine immer größere Bedeutung gewinnt.

Großstädte wie Dresden sollten sich dauerhaft durch ein hohes Natur- und Umweltschutzniveau auszeichnen, dabei kann die „grüne Infrastruktur“ durchaus ein Motor für die Stadtentwicklung sein. Wir müssen den Natur- und Umweltschutz außerdem viel mehr als Chance begreifen und dürfen unseren Kindern und Enkeln weder Schulden noch Lasten - eben auch im ökologischen Sinne - hinterlassen.

Ableiten können wir dies auch vom christlichen Schöpfungsglauben. Er fordert einen gärtnerischen Umgang mit der Natur und erkennt den Eigenwert der Tiere, Pflanzen und Landschaften an. Er verlangt eine Sicht über Generationen und Grenzen hinweg. Und diese Weitsicht ist darauf ausgerichtet, nicht das Letzte aus der Natur herauszuholen, sondern die Natur in ihrer ganzen Vielfalt als Nahrungsquelle und Lebensraum zu bewahren. In der tiefen Verbundenheit mit dem Glauben konkretisiert sich die Verantwortung für unser politisches Handeln. Es sollte geprägt sein von einer Haltung der Verbundenheit mit der Schöpfung für eine bewusste Lebens- und Wirtschaftsweise.

Dabei geht es um so viele Dinge, die vermeintlich nicht auf den ersten Blick mit dem Schutz der Natur zu tun haben. Neben dem städtischen Grün mit den vielen wunderbaren Erholungsorten wie z. B. im Großen Garten, an den Elbwiesen, in der Dresdner Heide und so manch einem bezaubernden Park, geht es auch um Luftqualität, akustischer Umgebung, Abfallerzeugung, Wasserbewirtschaftung, den gesamten Verkehr und vieles mehr. Alles hängt mit allem zusammen.

Eine schöne Vision ist, den Natur- und Umweltschutz im Einklang mit den berechtigten Interessen von Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik im Geiste der Leitlinien für die „Umwelthauptstadt Europas“ weiterzuentwickeln.

Meine Gedanken zum Jahreswechsel verbinde ich mit Wünschen für ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest. Für das Jahr 2016 wünsche ich allen Gesundheit und Gottes Segen. Auf das es ein gutes Jahr wird!

VOM FRAKTIONSVORSITZENDEN JAN DONHAUSER

Jan Donhauser

Tätigkeit:
Leitende Tätigkeit im Sächsischen Staatsministerium für Kultus

Funktion:
Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden

Dem Wahlkreis zugehörige Stadtteile:
Cossebaude/Mobschatz/Oberwartha, Cotta, Gorbitz-Süd, Gorbitz-Ost, Gorbitz-Nord/Neu-Omsewitz, Briesnitz, Altfranken/Gompitz

Kontakt:
donhauser@dresden-cdu.de