Mit Transparenz und Kommunikation wieder Vertrauen schaffen
Das Städtische Klinikum Dresden ist eine Einrichtung, die in unserer Gesellschaft eine herausragende Bedeutung hat. Wir sprechen über Menschen, denen wir als Gesellschaft unser größtes Vertrauen schenken. Ärztinnen und Ärzte. Der Ausdruck Götter im Weiß ist kein Spott, kein Vorwurf, er ist Ausdruck von Respekt. Wir vertrauen diesen Menschen unser Leben an und genau deshalb dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn der Eindruck entsteht, dass es ausgerechnet ihnen im eigenen Haus nicht gut geht. Der öffentliche Eindruck ist alarmierend. Die mediale Berichterstattung der letzten Monate zeigt ein Bild, das uns alle aufhorchen lassen muss. Es entsteht der Eindruck, dass im Klinikum Spannungen, Unsicherheiten und Vertrauenslust bestehen und dass insbesondere die Ärzteschaft unter strukturellen Problemen weidet. Ein öffentliches Krankenhaus kann sich das nicht leisten. Und wir als Stadtrat dürfen das auch nicht ignorieren. Ärztinnen und Ärzte brauchen Klarheit, keine Konflikte.
Wir kritisieren eine fehlende souveräne Führung, vor allem in Bezug auf den medizinischen Direktor, sowie das lange Ausbleiben angemessener Reaktionen aus dem zuständigen Geschäftsbereich. Dieses Nicht-Handeln kann nur als Führungsversäumnis gewertet.
Der Oberbürgermeister ist nun gefordert, die Konfliktlage zu lösen. Die Leitungsstrukturen müssen professionell überprüft, Rollen und Kompetenzen sind klar zu definieren. Der Antrag versteht sich nicht als persönlicher Angriff, sondern als Maßnahme zur Stabilisierung des Klinikums und zur Wiederherstellung von Vertrauen. Die CDU-Fraktion wird die Klinikmitarbeiterschaft auch weiterhin unterstützen.