Die Vorlage der Verwaltung kommt in einer Zeit, in der auch in der Kultur und somit auch bei den Museen, der Rotstift angesetzt werden muss. Wir erkennen an, dass der Heimatverein mit den bisherigen Ressourcen das Museum in der bisherigen Qualität nicht weiter betreiben kann. Aber die Übernahme in den Museumsverbund würde deutlich größere Probleme bringen als lösen. Neben notwendigen Investitionen in den Gebäudebestand wäre insbesondere mehr Personal erforderlich, um das Museum mit seinem besonderen Profil auch angemessen zu betreiben. Es wäre den bestehenden Museen der Landeshauptstadt Dresden schwer zu vermitteln, müssten sie aufgrund von Budgetkürzungen ihre Öffnungszeiten oder Angebote reduzieren, während wir ein weiteres Museum in den Verbund übernehmen und damit neue Verpflichtungen eingehen. Das ist nicht der Weg, den wir mit unseren Museen gehen wollen.
Deshalb haben wir die Institutionelle Förderung für den Heimatverein mit dem Ziel erhöht, dass der Verein das Museum weiter betreibt. Das Engagement verdient Beachtung und weitere Unterstützung, auch finanzieller Art. Aber eine Übernahme in den Museumsverbund lehnen wir zum jetzigen Zeitpunkt ab.
>> Zum Internetauftritt des Kleinbauernmuseums