Angesichts der aktuellen und absehbaren finanziellen Entwicklung des Städtischen Klinikums Dresden ist mittelfristig mit einem strukturellen Jahresdefizit von über 20 Mio. Euro zu rechnen. Dieses Defizit würde perspektivisch durch den städtischen Haushalt ausgeglichen werden müssen – mit erheblichen Belastungen für die kommunalen Finanzen und damit letztlich für alle Bürgerinnen und Bürger Dresdens.
Um dieser Entwicklung frühzeitig und entschlossen entgegenzuwirken, braucht es jetzt ein klares und nachhaltiges Handeln. Ziel ist es, die finanzielle Eigenständigkeit und Zukunftsfähigkeit des Klinikums langfristig zu sichern – und gleichzeitig die hohe Qualität der medizinischen Versorgung für die Menschen in unserer Stadt zu erhalten.
Eine umfassende Haushaltskonsolidierung ist deshalb unumgänglich. Sie stellt sicher, dass das Klinikum auch in Zukunft stabil, leistungsfähig und unabhängig arbeiten kann. Dabei geht es nicht um kurzfristige Einschnitte, sondern um eine verantwortungsvolle, strukturelle Neuausrichtung mit Augenmaß. Durch gezielte Maßnahmen und Effizienzsteigerungen soll der Gesamtaufwand dauerhaft reduziert und so eine nachhaltige Entlastung des städtischen Haushalts erreicht werden – ohne Abstriche an der Versorgungsqualität.
Die Beauftragung des Direktoriums mit der Entwicklung eines konkreten Konsolidierungskonzepts ist ein notwendiger, aber auch verantwortungsvoller Schritt. Es geht darum, gemeinsam Lösungen zu finden, die wirtschaftlich tragfähig und zugleich menschlich vertretbar sind.
Ziel dieser Konsolidierung ist es, jährlich Einsparungen in Höhe von 1,5 % des Gesamtaufwands zu erzielen – ein ambitioniertes, aber erreichbares Vorhaben. Es ist ein Schritt hin zu einem finanziell gesunden, zukunftssicheren Klinikum, das auch morgen noch für alle Menschen in Dresden da sein kann. Denn wir stehen für den Erhalt unserer kommunalen Krankenhausstruktur mit dem städtischen Klinikum.