Blaueswunder Schillerplatz 1

Blaues Wunder langfristig entlasten - Verkehr im Dresdner Osten neu ordnen

Bereits jetzt ist abzusehen, dass auch nach der millionenschweren Sanierung des Blauen Wunders kein zufriedenstellender Bauzustand erreicht wird und weitere Investitionen notwendig werden. Die Schäden, die in den 70er und 80er Jahren durch schwere Tatra-Straßenbahnzüge verursacht worden sind, wiegen schwer nach.

Die Loschwitzer Brücke wird auch nach einer abgeschlossenen Sanierung nicht in ihrem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt sein. Das historische Bauwerk wird auch in der Zukunft enorme Kosten verursachen.

Das Blaue Wunder wird trotz kontinuierlicher Sanierung das Ende seiner Nutzungsdauer erreichen. Bis dahin sind Einschränkungen für den Öffentlichen-Personen-Nachverkehr und beim Individualverkehr zu erwarten. Die bestehenden Fährverbindungen sind keine ausreichende Alternative, weder für den Öffentlichen-Personen-Nachverkehr noch für den Individualverkehr.

Um das 280 Meter lange Bauwerk zu entlasten, fordern wir langfristig weniger Autoverkehr auf der Brücke. Voraussetzung dafür ist eine Ersatzbrücke im Dresdner Osten. Dafür müsse die Verwaltung endlich entsprechende Flächen prüfen.

Lange bevor die aktuellen baulichen Probleme rund um das Blaue Wunder/ Loschwitzer Brücke und die eingestürzte Carolabrücke, haben wir eine weitere Elbquerung im Dresdner Osten gefordert.

Unsere Initiative wiegelte Bau- und Verkehrsbürgermeister damals wie heute ab, will den Bedarf einfach nicht sehen:

Blaueswunder Schillerplatz 9

Wir wollen auch weiterhin die Weichen für eine langfristige Verkehrsplanung im Dresdner Osten stellen. Die Grundlagenermittlung für eine zusätzliche Elbquerung zwischen Waldschlößchenbrücke und der Dresdner-Stadtgrenze, die der Stadtrat in seiner Sitzung am 6. Juli 2023 mehrheitlich beschlossen hat, ist daher dringender denn je.

Eine gute Verkehrsplanung erfolgt langfristig. Wir wissen, dass der Bau von Brücken oder Tunneln sehr langen Atem benötigt, da die Planungs- und Realisierungszeiträume in Deutschland lang sind. Wichtig für uns ist außerdem die umfassende Beteiligung der potenziell betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

Die CDU-Fraktion hält es auch weiterhin für unumgänglich, frühzeitig mögliche Standorte für eine neue Elbquerung zu identifizieren und hinsichtlich ihrer verkehrlichen, umweltrechtlichen und städtebaulichen Auswirkungen zu bewerten. Dabei soll auch geprüft werden, welche Nutzungen für Busse und Straßenbahnen, den Wirtschaftsverkehr, den Individualverkehr sowie den Rad- und Fußverkehr möglich sind. Die Diskussion über eine weitere Elbquerung im Dresdner Osten muss konstruktiv und ideologiefrei geführt werden.