12. Mai 2017

Thiele/Kaden: RRG kassiert Parkplätze am Körner- und am Schillerplatz

Dresden erlebt durch rot-rot-grüne Borniertheit „blaues Wunder“

Am gestrigen Abend konnte sich die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit einen langersehnten Wunsch erfüllen: Nach Jahren des Zerrens und Rangelns um die Parkplätze rechts- und linkselbisch des Blauen Wunders gelang es RRG, die Aufhebung eines alten CDU-Beschlusses zu erzwingen, der die Rechtssicherheit der Parkplätze herbeiführen wollte. Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, bewertet die Relevanz der örtlichen Parkmöglichkeiten anders:

„Die Plätze werden seit Jahren viel genutzt, da rund um den Körner- und den Schillerplatz zu wenige Abstellflächen für Kraftfahrzeuge vorhanden sind. Als Alternative auf der Blasewitzer Seite hat sich die Tiefgarage an der Schillergalerie nicht erwiesen. Besonders für ältere und gehbehinderte Menschen ist sie zu weit entfernt von den Gastronomiebetrieben und dem Markt direkt an der Loschwitzer Brücke. Daher ist eine Bewirtschaftung der gepflasterten Plätze unter- und oberhalb des Blauen Wunders, die ja letztlich auch schon jahrhundertelang auf verschiedene Art und Weise wirtschaftlich genutzt wurde, nur folgerichtig.“

Bereits seit vor-automobilen Zeiten bzw. seit über 150 Jahren werden die Flächen auf verschiedene Weise bewirtschaftet. Der CDU-Fraktion geht es darum, die bestehende Lebenswirklichkeit zu akzeptieren – für manchen Ideologen von RRG scheint das zu viel. Steffen Kaden, CDU-Stadtrat aus dem Wahlkreis Blasewitz/Striesen, engagiert sich seit langer Zeit für eine tragfähige Lösung am Blauen Wunder. Er hat wenig Verständnis für die durch RRG forcierte Entwicklung:

„Warum ein gepflasterter Bereich ein Landschaftsschutzgebiet sein soll, bleibt wohl ewig eines der zahlreichen Geheimnisse rot-rot-grüner Weltanschauung. Rund um das Blaue Wunder ist der Stadtratsmehrheit das angebliche Landschaftsschutzgebiet heilig – aber in unmittelbarer Nachbarschaft in Tolkewitz befürworten die Damen und Herren gemeinsam mit ihren beiden grünen Bürgermeistern eine Straße durch das tatsächliche Landschaftsschutzgebiet im alten Elbarm. Das ist keine glaubwürdige Politik und den Bürgern nur schwer vermittelbar.“

Die Stadtverwaltung muss nun noch zu einer abschließenden Prüfung gelangen, wie vieler Parkplätze es tatsächlich bedarf. Dass aus den grünen Geschäftsbereichen dabei eine auch für Autofahrer gute Lösung herauskommt, darf bezweifelt werden.

Dresden, den 12. Mai 2017