21. November 2016

Ahnert: Mehr Personal in die Kitas – „Springer“ kommen

Doppelhaushalt 2017/18 – Teilgebiet Bildung: CDU fordert Kita-Vertretungsreserve

Kurz vor dem Ende des Jahres scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen. Denn während es gute Tradition ist, den Doppelhaushalt der beiden Folgejahre in der letzten Sitzung des Jahres zu beschließen, erhöht die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit nun durch Sondersitzungen den Druck – augenscheinliches Ziel: Den DHH 2017/18 noch in dieser Woche zu beschließen und somit keinen Spielraum mehr für eine fundierte Diskussion zu lassen. Besonders dreist ist dabei, dass die sonst beständig nach Transparenz und Bürgernähe rufende RRG-Kooperation bisher noch nicht einen einzigen Vorschlag auf den Tisch gelegt, geschweige denn der Öffentlichkeit kommuniziert hat. Die CDU-Fraktion hat nach vielen Wochen intensiver Beratung einen eigenen Haushaltsvorschlag erarbeitet, für den sie bei allen Fraktionen und in der Öffentlichkeit werben will.

Im Teilgebiet Bildung, Kitas und Schule will unsere bildungspolitische Sprecherin, Heike Ahnert, neue Akzente setzen und so auf in der Vergangenheit offenkundig gewordenen Defizite reagieren. Dafür fordert die CDU-Fraktion für den Doppelhaushalt 2017/18 eine sogenannte „Springergruppe (Vertretungsreserve) für besondere Bedarfsfälle“. Ahnert dazu:

„Wir wollen die Qualität der Kinderbetreuung in Dresden weiter verbessern. 25 zusätzliche Erzieher sollen bei besonderen Bedarfsfällen flexibel in den Einrichtungen eingesetzt werden. So führen beispielsweise Beschäftigungsverbote in der Schwangerschaft oder Langzeiterkrankungen in Kitas und Krippen meist ganz kurzfristig zu erheblichen Belastungen bei Kindern und Erziehern. Über den Personalschlüssel hinaus wollen wir so in Ausnahmesituationen eine gute Betreuung und Förderung der Kinder gewährleisten.“

„Jeder zusätzliche Euro, den wir im Kitabereich aufwenden, ist eine gute Entscheidung. Denn Bildung hat für uns oberste Priorität. Es darf nicht sein, dass in so einem sensiblen Bereich das Personal am Rand der Kapazitäten gefahren wird. Fällt nur ein Erzieher aus, heißt das automatisch eine enorme Belastung – die in der Regel sowohl Erzieher als auch Kinder trifft. Das kann keiner wollen. Ein flexibles Springerteam ist dafür die ideale Lösung, die 2,3 Mio. € sollte uns das Wohl unserer Kinder wert sein“, so Ahnert weiter.

Darüber hinaus will die CDU-Fraktion in ihrem Haushaltsvorschlag auch ordentlich bei den Schul-sanierungsmaßnahmen nachsteuern. Denn gleichwohl noch unter CDU-Führung im DHH 2013/14 die massiven Investitionen für Schulbau- und Schulsanierungsmaßnahmen begonnen wurden, gibt es laut Heike Ahnert immer noch etwas zu verbessern:

„Die Liste der Bau- und Sanierungsmaßnahmen bei den Dresdner Schulen ist lang, denn es gibt genug zu tun, um die erfreulicherweise steigende Kinderzahl in unserer Stadt auch in guten, sanierten Schulen unterzubringen. Doch während die großen Baumaßnahmen detailliert geplant werden, gibt es bei kleineren Reparaturen und Werterhaltung Optimierungsbedarf in der Planung. Momentan gibt es dafür keine Steuerung - und bei plötzlich anfallendem Bedarf muss dann oft geschaut werden, ob dafür noch Geld übrig ist. Das ist bei kleinen, aber eben meist nötigen, Reparaturen sehr ärgerlich. Deswegen wollen wir für 1,4 Mio. € Mittel für den Werterhalt von und Reparaturen an Schulen; verbunden mit einem Steuerungsmanagement, dass nicht nur reagiert, wenn etwas kaputt geht, sondern einen mittelfristigen Bedarfsplan für perspektivisch bald anfallende Maßnahmen erarbeitet. Ein lernförderndes Umfeld muss an allen Schulen gegeben sein - ob die Vollsanierung in 3 oder 5 Jahren ansteht oder nicht“, so Ahnert abschließend.

Dresden, den 21. November 2016