27. Oktober 2017

Thiele: Verkehrssituation am Ullerdorfer Platz verbessern

Vorgestellter Variantenvergleich bietet Grundlagen für schnelle Lösungen

Die Verkehrssituation am Ullersdorfer Platz ist nicht mehr tragbar und dringend verbesserungswürdig. Erfreulich ist daher, dass Vertreter des Stadtplanungsamtes und der DVB AG jüngst erste Ergebnisse einer verkehrsräumlichen Untersuchung erarbeitet haben. Zu diesem Zwischenstand meint Gunter Thiele als verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

„Ich begrüße es sehr, dass sich die Stadt um eine Verbesserung der Situation am Ullersdorfer Platz bemüht. Der Stadtrat hat im März 2016 die Planungen zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 bis nach Weißig aus genehmigungsrechtlichen Gründen zurückgestellt. Daher war es wichtig und richtig, als Kompromiss mindestens für den Bereich Ullersdorfer Platz (Bautzner Landstraße zwischen Grundstraße und Rossendorfer Straße) andere kurz- und mittelfristige Verbesserungen zu untersuchen.“

Gleichwohl die CDU-Fraktion den Beschluss zur Zurückstellung seinerzeit inhaltlich nicht begrüßte, stimmte sie aus Kosten-Nutzen-Gründen zu. Seitdem prüft die Verwaltung gemeinsam mit der DVB AG andere mögliche Maßnahmen unter städtebaulichen, denkmalpflegerischen und umweltplanerischen Belangen für den Bereich, der heute eine durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung von bis zu 30.000 Kraftfahrzeugen pro Tag aufweist. Vor allem die konkreten Punkte a) Einordnung einer Gleisschleife, b) Einordnung eines Bus-Endpunktes sowie c) mögliche Standorte für P+R-Plätze spielen für die Prüfung eine entscheidende Rolle.

„Leider ist festzustellen, dass bereits jetzt eine interessante Variante in der Planung nicht weiterverfolgt wird. Denn für den Standort der Gleisschleife wurde in Variante C deren Einordnung im Bereich Quohrener Straße – Rossendorfer Straße – Bautzner Landstraße untersucht, der laut Verwaltung wegen ‚Eingriffen in die angrenzenden Grundstücke und denkmalgeschützten Vorgartenanlagen [und] aufgrund von Nutzungskonflikten mit vorhandenen Grundstücks-zufahrten funktional nicht möglich‘ ist. Die Verwaltung sucht wieder einmal Wege, zu erklären, warum etwas nicht geht, anstatt Wege zu finden, wie es gehen könnte – und so müssen wir uns weiter mit der schlechten Situation vor Ort arrangieren“, so Gunter Thiele abschließend.

Daniela Walter, CDU-Stadträtin und Ortsvorsteherin von Schönfeld-Weißig, ergänzt: „Erklärungen, weshalb etwas nicht geht, hören wir jetzt schon seit vielen Jahren. Dies ist nicht mehr akzeptabel. Von der Verwaltung erwarten wir Lösungen statt Ausflüchte. Unsere Bürger können nicht mehr länger im Regen stehen gelassen werden.“

Dresden, den 27. Oktober 2017