20. Januar 2017

Thiele: Keine weitere Verbesserung für „Moritzhaus“ bedauerlich

CDU-Fraktion nicht begeistert über Entscheidung des Investors

Bereits seit 2016 zieht sich die Diskussion um die Fassaden- und Dachgestaltung des sogenannten „Moritzhauses“ am Neumarkt mit dem Investor, der KIB-Gruppe. Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, ist mit dem jetzigen Ergebnis nicht zufrieden:

„Es ist sehr schade, dass der Investor nicht auf die Anregungen der Gesellschaft Historischer Neumarkt und des Dresdner Stadtrates eingehen will. Dadurch wird wieder einmal eine Chance vertan, bei der Neuerrichtung von Gebäuden am bedeutenden und sensiblen Dresdner Neumarkt auf die Dresdner Bürger zuzugehen.“

Die CDU-Fraktion begrüßt zwar grundsätzlich jede Investition zur weiteren Entwicklung und Abrundung des Neumarktes. Allerdings sollte das dann möglichst im Einklang mit dem historischen Erscheinungsbild erfolgen – dieser Wunsch wird von der KIB leider nicht erfüllt, im Gegenteil:

„Leider hat die KIB trotz einer bereits sehr langen und für alle Seiten schmerzvollen Entwicklung die Möglichkeiten diesbezüglich nicht ausgeschöpft und die ausgestreckte Hand ausgeschlagen. Insbesondere gegenüber des historischen Denkmals der Heinrich-Schütz-Residenz und an der nördlichen Fassadenseite sowie bei der Dachform haben wir uns eine wesentlich stärkere Orientierung am historischen Erscheinungsbild gewünscht. Doch so entsteht erneut lediglich eine lieblose quadratisch-praktisch-0815-Architektur, die bei der Dresdner Bevölkerung letztlich Unmut erzeugt und nicht zum Neumarkt passt.“

Der Bauausschuss hatte diesen Entwürfen im Vorfeld nicht zugestimmt, denn die Entwürfe wurden den Stadträten lediglich zur Information vorgelegt.

„Uns Stadträten ist natürlich bewusst, dass für die Investition keine Zustimmung des Bauausschusses oder des Stadtrats notwendig ist. Doch umso größer ist die Verantwortung für den Investor und die Architekten, an solch sensiblen Orten eine an die Umgebung angepasste Fassaden- und Dachgestaltung vorzuschlagen. Dem wird die KIB mit der momentanen Lösung leider nicht gerecht“, so Thiele abschließend.

Dresden, den 20. Januar 2017