21. Juni 2016

Thiele: CDU-Fraktion stimmt für stadtteilverträglichste Variante

Sanierung der Königsbrücker Straße soll Anwohnern und Verkehrsteilnehmern dienen

Langsam nähert sich die (erneute) Entscheidung des Stadtrats zum „Wie“ der Sanierung der Königsbrücker Straße. Gunter Thiele, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, bekräftigt dabei den Standpunkt der CDU-Fraktion und wirbt gleichzeitig für die aus seiner Sicht stadtteilverträglichste Variante:

„In den letzten Wochen hat die Diskussion um den Ausbau der Königsbrücker Straße wieder an Fahrt aufgenommen – ein Effekt, den wir auch gern in der Realität auf die Straße bringen würden. Nach wie vor droht jedoch mit der Variante 8.4 die Verhinderung dieses Wunsches. Die Variante 8.4 kommt für uns nicht in Frage, da sie die aktuelle verkehrliche Situation sogar noch verschlechtert; das kann nicht das Ziel einer millionenteuren Straßensanierung sein.“

Die CDU-Fraktion hatte sich intensiv mit den vorgelegten Varianten beschäftigt und insbesondere die seitens der Stadtverwaltung bevorzugte Variante 8.7 mit der Variante 7 verglichen. Im Ergebnis dieser Beurteilung ist die Fraktion zu der Meinung gelangt, dass die Variante 7 - in Abwägung aller Kriterien - die beste Lösung bietet.

„Auf der gesamten Strecke sollte eine Kfz-Fahrspur neben dem Straßenbahngleis geplant werden, wie es die Variante 7 vorsieht. Dies sehen wir aus Gründen der Leistungsfähigkeit sowohl für ÖPNV als auch für den Kfz-Verkehr als zwingend an, denn die Königsbrücker ist und bleibt die Lebensader zwischen Stadtzentrum und dem Dresdner Norden. Variante 7 weist nicht nur eine höhere Leistungsfähigkeit für ÖPNV und MIV auf, sondern bietet ebenfalls genügend Platz für Radverkehrsanlagen sowie Fußgänger und ist zudem besonders stadtteilverträglich“, so Thiele.

Ein weiteres Kriterium ist die Sicherheit. Thiele: „Sowohl Variante 8.4 als auch Variante 8.7 gefährden die Sicherheit der Radfahrer, da jeder Halt eines Kfz, gleich aus welchem Grund, auf dem Radstreifen erfolgen muss. Weil die Schienen in beiden Varianten nicht überfahrbar sind oder gar den MIV mit aufnehmen müssen, wären die Radfahrer gezwungen, ständig in den Straßen- bzw. gar Schienenraum ausweichen zu müssen. Die Antwort der Stadtverwaltung, dass die Radfahrer dann eben mal absteigen müssten, kann hier nicht überzeugen.“

Darüber hinaus befürchtet er sowohl bei Variante 8.4 als auch bei Variante 8.7 ein enormes Problem vor allem für die anliegenden Wohnviertel in der Neustadt. Die geplante Verkehrsführung zwischen Katharinenstraße und Bischofsweg mit einer gemeinsamen Fahrspur pro Richtung für Straßenbahnen und Kfz-Verkehr ist dabei besonders kritisch:

„Hier wird ein Flaschenhals geplant, der zur Staufalle nicht nur für Autos, sondern auch für die Straßenbahn wird. Somit wird das Stadtteilklima nachhaltig geschädigt. Hinzu kommt, dass damit eine Verdrängung des Verkehrs und somit ein Ausweich- und Schleichverkehr durch die umliegenden Wohnquartiere geradezu herausgefordert wird. Nach vorliegender Prognose würden bei Variante 8.7 ca. 900 Kfz/24h auf den Dammweg und 800 Kfz/24h auf die Alaunstraße und die Katharinenstraße ausweichen. Dieser Effekt ist bereits an anderen Stellen eingetreten und wird sich auch hier wiederholen“, so Verkehrsplaner Thiele.

„Will man die Königsbrücker wirklich stadtteilverträglich sanieren, geht an der Variante 7 kein Weg vorbei. Ich werbe ausdrücklich für diese Variante, alles andere wird die Lebensqualität in der Neustadt nachhaltig schädigen – und das kann schließlich keiner wollen.“

Dresden, den 21. Juni 2016