16. März 2017

Thiele: Bürgermeister bestätigt ZOB am Wiener Platz

Standort an der Westseite des Hauptbahnhofs realisieren und Interimslösung prüfen

In den letzten Wochen ist viel frischer Wind in die zwischenzeitlich totgeglaubte Entwicklung rund um den Zentralen Omnibusbahnhof – kurz ZOB – für Dresden gekommen. Gunter Thiele, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, ist angetan von dem neuen Schwung:

„Der Baubürgermeister, wohlgemerkt mit grünem Parteibuch, hat kürzlich einen qualitativ guten und auch ausführlichen Variantenvergleich vorgelegt. Bekanntermaßen findet sich als Fazit dessen, dass die Einrichtung eines ZOB am Wiener Platz auf der Westseite des Hauptbahnhofs die meisten Vorteile auf sich vereint – genau die Position, die wir als CDU-Fraktion seit Jahren befürworten.“

Interessant findet Thiele die sich daraus ergebenden, neuen Konstellationen. Denn während z.B. die Grüne Fraktion stets eine Lösung außerhalb der Stadt befürwortet hat und deren eigener grüner Bürgermeister via Variantenvergleich nun das Gegenteil vorschlägt, ist die CDU-Fraktion als mittelfristiger Zwischenlösung auch einer Variante z.B. am Flughafen nicht abgeneigt:

„Schon vor einiger Zeit waren Vertreter des Flughafens sowohl bei der Stadt als auch bei einigen Fraktionen vorstellig, um ihre Unterstützung für die Realisierung einer Interimslösung des ZOB am Flughafen darzulegen. Solch ein Angebot zu haben, ist natürlich eine komfortable Situation, darüber muss als Zwischenlösung nachgedacht werden. Ebenso könnte eine Alternative sein, beispielsweise mit dem Marktführer Flixbus über eine zwischenzeitliche Ertüchtigung des Standorts Bayrische Straße zu diskutieren – diese Möglichkeiten müssen geprüft werden.

Die Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass als einvernehmliches Langfristziel die Einrichtung des ZOB in zentraler, innenstädtischer Lage forciert wird. Wir fordern die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit auf, der klaren Empfehlung ihres Baubürgermeisters zu folgen und den ZOB in der Variante Wiener Platz Westseite voranzutreiben“, so Gunter Thiele.

Dresden, den 16. März 2017