21. November 2019

Nikolov: „Die Form der Anschuldigungen finde ich beschämend“

Petra Nikolov, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Stadtrat, kommentiert Form und Inhalt des Grünen Parteitagsbeschlusses zur Kulturhauptstadtbewerbung Dresdens, in dem den Projektmachern unter anderem ein „rechter Geist“ unterstellt wird, kritisch:

„Will man über die Grenzen gegensätzlicher Anschauungen, Öffentlichkeiten und Diskurskulturen hinweg vermitteln, läuft man stets Gefahr, von der einen wie von der anderen Seite in Haftung ge-nommen zu werden“, so Petra Nikolov. „Hier bleibt angesichts der Vorwürfe entschieden klarzustellen, dass die Kulturhauptstadtmacher nicht in Haftung genommen werden dürfen für die Aussagen einzelner Protagonisten. Wer Gräben überwinden will, muss offen sein und das Gespräch mit allen suchen. Entscheidend ist der faire Austausch von Argumenten, das ‚Miteinander‘ auch im Streit der Meinungen und Sichtweisen“, stellt die Kulturpolitikerin klar.

„Es bestand in der Vergangenheit stets Einvernehmen unter den Kulturpolitikern, dass offene Fragen oder Kritik mit Rücksicht auf die laufende Bewerbung nicht vor der großen Öffentlichkeit ausgetragen werden, sondern in den dafür vorgesehenen Gremien. Dass die Grünen, und unter ihnen nicht wenige Mitglieder der Grünen Stadtratsfraktion, diesen Konsens aufgekündigt haben, enttäuscht mich persönlich. Die Form der Anschuldigungen finde ich beschämend“, so Nikolov. „Dresden zeigt sich so auch in der öffentlichen Diskussion über dieses große kulturpolitische Vorhaben gespalten. Der Beschluss der Grünen unterstreicht einmal mehr, dass die Notwendigkeit einer ‚neuen Kultur des Miteinanders‘ auch und gerade unter den politischen Akteuren gebotener ist, denn je.“