28. November 2016

Müller: Rot-Rot-Grün vertreibt die Qualität aus Dresden!

Doppelhaushalt 2017/18 – Dresden droht Verlust des Stardirigenten Sanderling

Am letzten Donnerstag wurde der Doppelhaushalt 2017/18 von der Stadtratsmehrheit aus LINKER, Grüner und SPD-Fraktion beschlossen. Während RRG dabei den Fokus v.a. auf seine Kernthemen wie die Gründung einer neuen WOBA, Förderung der Freien Träger in der Jugendhilfe und diverser soziokulturelle Kleinstvereine sowie den massiven Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur setzte, müssen deshalb nun wirklich wichtige Projekte für die Landeshauptstadt darunter leiden – so wurden beispielsweise bei der Dresdner Philharmonie pro Jahr 250.000 € an Zuschuss gekürzt.

Christa Müller, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, zeigt sich betroffen ob dieser Entscheidung, die zudem mit der Erklärung von Chefdirigent Prof. Michael Sanderling am Wochenende ein trauriges Nachbeben offenbarte:

„Im September wurde das Betreiber- und Bespielungskonzept für den Kulturpalast ab 2017 beschlossen. Schon damals gab es aus dem linken Lager Bestrebungen, der Philharmonie jährlich 500.000 Euro zu streichen. Doch noch wurde dies von einer Mehrheit im Stadtrat abgelehnt, das Konzept schließlich mehrheitlich beschlossen. Nun, zwei Monate später, erweisen sich die Grünen als Umfaller: Einst starker Unterstützer der Philharmonie, stimmten sie im Haushalt der Kürzung zu und zerstören so gemeinsam mit den beiden roten Partnern die Zukunft der Philharmonie mit einem Pinselstrich. Es ist eine wahre Schande für die Dresdner Kulturlandschaft!“

Christa Müller betrachtet diese Streichung von insgesamt einer halben Million Euro für die beiden Haushaltsjahre als Schlag ins Gesicht des Dresdner Kulturbürgertums und v.a. jener zahlreicher Menschen, die sich über Jahre hinweg für das Gedeihen der Philharmoniker eingesetzt haben:

„Gerade die CDU-Fraktion und die Grüne Fraktion haben sich stets sehr für den Umbau des Kulturpalastes zu einem Konzertsaal mit Weltklasse-Niveau eingesetzt. Und nun, so kurz vor der Fertigstellung, lassen die Grünen die Philharmonie im Regen stehen – nur, um in unheiliger Allianz mit LINKEN und SPD diverse andere Klientel zu bedienen. Ich bin entsetzt von so viel Wankelmut und Verantwortungslosigkeit“, so Christa Müller.

Darüber hinaus zeigt sie sich enttäuscht vom Agieren der Kulturdezernentin Annekatrin Klepsch (LINKE), der sie Untätigkeit und mangelnden Einsatz für das kulturelle Dresdner Vorzeigeprojekt vorwirft: „Warum haben Sie sich nicht für die Philharmonie eingesetzt? Wann führen Sie Gespräche mit der Intendantin Frauke Roth und mit dem enttäuschten, nun abwanderungswilligen Orchesterchef Prof. Michael Sanderling? Wie wollen Sie das Problem lösen?“, fragt Müller.

„Rot-Rot-Grün hat bewiesen, dass sie eine Mehrheit ohne Verstand sind. Der Philharmonie eine halbe Million Euro streichen, aber 2025 Kulturhauptstadt werden wollen – das muss man erst einmal verstehen. Mit ihrem unsäglichen Treiben verjagt RRG inzwischen nachweislich die Qualität aus Dresden – und das ist nur der Anfang“, prophezeit Müller und richtet abschließend eine Bitte an OB Hilbert: „Herr Oberbürgermeister, wir danken Ihnen dafür, dass Sie sich mit Ihrem Ersetzungsantrag für die Philharmonie eingesetzt haben. Bitte widersprechen Sie nun diesem verheerenden Haushalt!“

Dresden, den 28. November 2016