25. Oktober 2018

Malberg: „Es ist schlicht eine Frage der Glaubwürdigkeit“

„Die Äußerungen des WID-Geschäftsführers Steffen Jäckel haben mich befremdet“, erklärt die ausländerpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Angela Malberg. „Wir alle wissen, dass es sich bei einem ganz erheblichen Anteil der Dresdner mit Wohnberechtigungsscheinen um anerkannte Flüchtlinge handelt. Die Äußerungen des Geschäftsführers, man baue Sozialwohnungen in erster Linie für Familien und ältere Menschen – und ausdrücklich nicht für Migranten, ist vor dem Hintergrund der uns vorliegenden Zahlen nicht glaubwürdig“, so die Sprecherin.

„Nach Auskunft des Oberbürgermeisters auf unsere Anfrage hin haben im Jahr 2016 978 Deutsche Staatsbürger und 1.602 anerkannte Flüchtlinge, in Jahr 2017 918 deutsche Staatsbürger und 1.177 anerkannte Flüchtlinge Wohnberechtigungsscheine erhalten. Das sind Zahlen“, sagt Angela Malberg, „die wir bei der Gesamtabwägungen von sozialen Wohnbauvorhaben gerade in Stadtquartieren mit hoher Baudichte berücksichtigen müssen, um möglichen negativen Effekten vorzubeugen.“

„Für mich ist es schlicht eine Frage der Glaubwürdigkeit den betroffenen Bürgern gegenüber, alle relevanten Aspekte offen anzusprechen und die Fakten auf den Tisch zu legen. Die wahrheitswidrigen Aussagen des WID-Geschäftsführers – gerade im Zusammenhang des kontroversen Vorhabens auf der Florian-Geyer-Straße – sind aus meiner Sicht verantwortungslos und werfen ein fragwürdiges Licht auf das neue städtische Wohnbauunternehmen“, so die CDU-Stadträtin abschließend.