15. September 2017

Krause: Schulwegesicherheit in Briesnitz muss erhöht werden

Repräsentative Verkehrszählung soll ermitteln, ob Straßenquerung noch zeitgemäß ist

Eine Antwort der Stadtverwaltung auf seine Anfrage sorgt bei CDU-Stadtrat Thomas Krause aus dem Wahlkreis im Dresdner Westen für Kopfschütteln. Im August hatte er die via Anfrage an die Verwaltung nach der Schulwegesicherheit für die neue 76. Grundschule „Am Lehmberg“ gefragt – inzwischen hat er eine Antwort. Die jedoch hat es laut Thomas Krause in sich:

„Mit der Inbetriebnahme der 76. Grundschule ‚Am Lehmberg‘ in Briesnitz sind neue Schulwegbeziehungen entstanden. Mit Lkw-, Bus- und Pkw-Verkehr ist die Straße viel befahren, besonders an der Kreuzung zur Heroldstraße herrscht mangelnde Sicherheit. Dort queren die Kinder die Hauptverkehrsstraße ohne Ampel oder sonstige Hilfsmittel, um zur Schule zu gelangen. Ich hatte angeregt, diesen schlechten Zustand zu verbessern und beispielsweise eine – gern auch temporäre – Lichtsignalanlage zu installieren oder einen Fußgängerüberweg einzurichten. Außerdem ist eine beidseitige Beschilderung mit Verkehrszeichen am Wirtschaftsweg in Höhe des Schulweges dringend geboten.“

Die Reaktion der Stadtverwaltung macht Thomas Krause, selbst Großvater von schulpflichtigen Enkelkindern, wütend. Seiner Ansicht nach nimmt die Verkehrsbehörde die Sorgen von Eltern und Anliegern nicht ernst genug, klammert sich an Paragrafen und verkennt die künftige Entwicklung.

„Als Grundlage für die Ablehnung weiterer verkehrssichernder Maßnahmen führt man an, es hätte eine(!) einstündige Verkehrszählung stattgefunden. Dabei wurde nun festgestellt, dass ‚die verkehrlichen Voraussetzungen betreffs Fahrzeugaufkommen nicht erreicht werden. Im Zählzeitraum befuhren lediglich 129 Fahrzeuge die Straße Am Lehmberg in Höhe Heroldstraße‘. Erst ab 450 Kfz/h seien die Voraussetzungen gegeben, über Querungshilfen nachzudenken.

Ich bezweifle stark, dass diese einmalige Stichprobe ein repräsentatives Ergebnis ist. Aus Sicht der Anwohnerschaft kann diese Zahl nicht stimmen. Ich fordere also eine qualitativ annehmbare Untersuchung, sprich: Es müssen mehrere Verkehrszählungen über einen größeren Zeitraum zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Damit ergibt sich eine valide Datenbasis, mit der man arbeiten kann – und nur so lässt sich ermitteln, ob die neuen Schulwegebeziehungen mit der derzeitigen Verkehrssituation kompatibel sind. Das schulden wir den Kindern und Eltern vor Ort“, so Thomas Krause abschließend.

Dresden, den 15. September 2017