24. Mai 2019

Ihle: „Innovative Angebote in der Geburtshilfe“

Schwangeren soll mit einem Hebammenkreißsaal ein erweitertes Angebot für die Niederkunft zur Verfügung stehen. Mit dessen Etablierung will die CDU auch die Arbeit freiberuflicher Hebammen stärken. Die gesundheitspolitische Sprecherin Astrid Ihle erläutert das Anliegen.

„Frauen, die zur Geburt eine Klinik aufsuchen, erfahren häufig – unabhängig von ihrem gesundheitlichen Risikostatus – eine standardisierte Betreuung. Um Gebärenden auch im klinischen Setting eine möglichst interventionsarme Geburt zu ermöglichen, wurde das Konzept des Hebammenkreißsaals entwickelt. Dabei handelt es sich um ein spezielles geburtshilfliches Betreuungsmodell, in dem Hebammen eigenverantwortlich Schwangere vor, während und nach der Geburt ohne ärztlichen Geburtshelfer betreuen“, erklärt Astrid Ihle.

 

„Wir wollen damit  innerhalb der klinischen Geburtshilfe ein neues Angebot schaffen und Schwangere gemeinsam mit der Hebamme ihres Vertrauens einladen,  in individueller, fast häuslicher Atmosphäre, ihr Kind zur Welt zu bringen. Unser Städtisches Klinikum bietet mit dem Neonatologie-Zentrum am Standort Neustadt exzellente Voraussetzungen. Im Risikofall ist die räumliche Nähe zu ärztlich-operativer Unterstützung stets gegeben.“

 

„Als Gesundheitspolitikerin ist es mir ein Herzensanliegen, die Geburtshilfe mit einem hochwertigen und innovativen Angebot zu stärken. Nebenbei erfüllen wir damit eine wichtige Zielstellung der Weltgesundheitsorganisation“, so Astrid Ihle.

 

Mit unserem Prüfauftrag, den die CDU gestern im Gesundheitsausschuss vorgelegt hat, wollen wir erreichen, dass am Standort Friedrichstadt die Arbeitsmöglichkeiten für Beleghebammen schrittweise ausgebaut werden. Am Standort Neustadt sollte mit Fertigstellung des vierten Kreißsaales die Möglichkeit eröffnet werden, einen hebammengeführten Kreißsaal zu etablieren“, so die Gesundheitspolitikerin abschließend.