08. August 2018

Haßler: Bürgerservice in Prohlis wird sich wieder verbessern

CDU-Stadtrat hofft auf Phase des Krafttankens und mahnt zu mehr Besonnenheit

In der letzten Woche sorgte die Meldung über die Schließung des Bürgerbüros in Prohlis bis November für einigen Aufruhr. Dietmar Haßler, langjähriger CDU-Stadtrat aus dem Wahlkreis Prohlis, hatte sich sehr über diese Nachricht geärgert – informierte sich, im Gegensatz zu anderen, die sich gleich lauthals zu Wort meldeten, jedoch erst einmal über die sachlichen Hintergründe:

„Die Nachricht über diese ad-hoc-Schließung kam unerwartet. Daher war es mir wichtig, nicht gleich ohne Hintergrundwissen loszupoltern, wie es andere Fraktionen zur Genüge getan haben. Erwartungsgemäß fuhr die rot-rot-grüne Empörungsmaschinerie hoch und produzierte viel heißen Dampf in bester populistischer Manier. Damit ist aber schlicht und ergreifend keinem Bürger geholfen. Daher habe ich mich über die Hintergründe informiert.“

Vor allem die schwache Begründung der Stadtverwaltung mit dem Stichwort „Personalnot“ habe CDU-Stadtrat Dietmar Haßler geärgert. Dass 11 von 88 Stellen bei solch wichtigen Anlaufstellen wie dem Bürgerservice fehlen, passiere normalerweise „nicht über Nacht“ und müsse bei einer Behörde mit über 6.000 Mitarbeitern besser gesteuert werden. Fakt sei nun aber einmal, dass diese Stellen fehlen – und somit müssten eben kurzfristige Maßnahmen eingeleitet werden.

„Erfahrungsgemäß bekommt man heute auch in der öffentlichen Verwaltung nicht mehr einfach so alle Stellen gut besetzt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist hervorragend, viele vor allem junge Menschen überlegen, ob sie den Dienst in einer Behörde – oftmals befristet und mit einigen Pferdefüßen versehen – wirklich wollen. Auch die LHD verliert durch manche fragwürdigen Vorgaben einige potentiell gute Leute. Wenn der Bürgerservice von den 11 vakanten Stellen vielleicht 8-9 Stellen dauerhaft besetzt bekommt, benötigt es danach auch noch Zeit, bis die neuen Mitarbeiter eingearbeitet sind – und dann sind eventuell die nächsten Beschäftigten schon wieder weg. Es ist eine große Herausforderung, so beständig guten Service zu bieten.

Das Bürgerbüro Prohlis hat es nun mit der Schließung deshalb ‚getroffen‘, weil dort zuletzt nur noch 3 von 9 Beschäftigten im Dienst waren – für diese unzumutbar und Arbeit am Rande der Überlastung. Im Zusammenspiel mit der guten ÖPNV-Anbindung in Prohlis hat man sich entschieden, die Mitarbeiter vor dem Zusammenbruch zu schützen und diese auf andere Bürgerbüros zu verteilen, wo ja ebenfalls kleine Personallücken gefüllt werden mussten. Der gute ÖPNV in Prohlis ermöglicht es den Bürgern, relativ problemlos in die angrenzenden Stadtteile zu den entsprechenden Bürgerbüros zu gelangen. Das ist keine Dauerlösung, aber eine tragbare Variante auf Zeit. Ich hoffe, dass bald einige Stellen besetzt werden können und die Schließung eine Phase des ‚Krafttankens‘ wird – damit das Bürgerbüro Prohlis spätestens im Herbst mit frischer Kraft weitermachen und wieder den sonst gewohnten guten Service bieten kann“, so Dietmar Haßler abschließend.

Dresden, den 08. August 2018