17. August 2018

Flemming: Wir müssen beim Wohnungsbau umdenken

CDU-Politiker wirbt für einen Kurswechsel in der Wohnbaupolitik

Nach Auskunft der Stadtverwaltung standen in Dresden, Stand 2017, 19.000 Wohnungen leer, Tendenz eindeutig fallend. Der wohnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ingo Flemming, sieht angesichts dieser Zahlen dringenden Handlungsbedarf und fordert ein Umdenken in der Wohnbaupolitik:

"19.000 leerstehende Wohnungen in Dresden – das klingt auf den ersten Blick viel. Jedoch muss man einschränken: Die Statistik erfasst auch Wohnraum, der de facto nicht zur Ver-fügung steht – etwa in baufälligen Abrisshäusern oder in Objekten mit ungeklärten Eigen-tumsverhältnissen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der 'brauchbare', unmittelbar vermietbare Leerstand bei inzwischen unter 2 % liegt. Diese Zahl bewegt sich nach Einschätzung von Fachleuten aus der Immobilienbranche an der kritischen Grenze zum Wohnungsmangel. Ich teile diese Einschätzung", sagt Ingo Flemming.

Im Hinblick auf die Wirksamkeit der rot-grün-roten Wohnbaupolitik äußert sich der Wohnungspolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion skeptisch: "Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft kann die vor uns liegende Herausforderung nicht meistern. Seit Jahren macht RGR den Bürgern Versprechungen. Doch schon jetzt ist klar, dass vor Ende 2019 keine einzige Wohnung fertiggestellt wird. Wir haben viel Zeit vertan. Dresden braucht daher dringend eine neue wirkungsvolle Wohnbaustrategie, die allen Teilen der Bevölkerung zu Gute kommt und nicht nur für eine vergleichsweise kleine Bedarfsgruppen mit Wohnberechtigungsschein. Der soziale Wohnungsbau allein kann den großen Bedarf, den wir in der Breite haben, nicht decken", so der CDU-Politiker.

"Zwar können wir die verfehlte rot-grün-rote Wohnbaupolitik der vergangenen Jahre nicht rückgängig machen. Es ist jedoch nicht zu spät zum Umsteuern: Was Dresden dringend braucht, sind belastbare und wirksame Antworten auf die Herausforderungen eines an sich erfreulichen Bevölkerungswachstums. Dazu gehören zum Beispiel die Unterstützung privater Bauherren, die Förderung der Wohnungsgenossenschaften, Grundstücke für Bauherrengemeinschaften sowie für den Einfamilienhausbau und etliches mehr", fordert Ingo Flemming abschließend.

Dresden, 17. August 2018