05. Dezember 2018

Flemming: „Die WiD hat ein Akzeptanzproblem“

Der wohnpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Ingo Flemming, kommentiert die Äußerungen der Grünen hinsichtlich eines Umdenkens beim sozialen Wohnungsbau zustimmend. Thomas Löser hatte mehr Ehrlichkeit in der Wohnbaudebatte gefordert, die Stadt müsse auch über geteilte Eigentumsformen nachdenken und neben der WiD auch Bauherrengemeinschaften und Projektentwickler zum Zuge kommen lassen.

„Wir begrüßen die Forderung der Grünen nach mehr Ehrlichkeit in der Debatte um den sozialen Wohnungsbau in Dresden“, so der wohnpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ingo Flemming. „Ehrlichkeit ist dringend geboten. Denn das Aufbegehren der Bürger gegen Wohnbauvorhaben in der Johannstadt oder jüngst auf der Südhöhe zeigt sehr deutlich: Die WiD hat ein Akzeptanzproblem.

Nach den vollmundigen Versprechungen zu Beginn der Wahlperiode und dem nunmehr unübersehbaren Dilemma, in dem sich das rot-rot-grüne Lieblingsprojekt befindet, ist eine kritische Bestandsaufnahme und eine sachbezogene Debatte mehr als überfällig.

Da auf der anderen Seite niemand bestreitet, dass wir angesichts eines Wohnungsleerstandes von unter 2% in Dresden auch sozialen Wohnungsbau brauchen, stellt sich die Frage, wie wir mit dieser Situation umgehen. Planungssicherheit für die WiD kann man nur schaffen, wenn es gelingt, die Bürger mitzunehmen und Lösungen zu finden, die die gewachsenen sozialen und städtebaulichen Strukturen vor Ort berücksichtigen. Dazu gehören Transparenz, die Bereitschaft zur Flexibilität und auch Ehrlichkeit in der Debatte“, stellt der wohnpolitische Sprecher klar.

„Um den bestehenden Problemen wirkungsvoll zu begegnen, müssen wir jedoch vor allem die einseitige Orientierung auf den Sozialwohnungsbau selbst überwinden“, fordert Ingo Flemming. Zur Ehrlichkeit gehöre auch die Einsicht, dass die kommunale Wohnungsbaugesellschaft allein die vor uns liegenden Aufgaben nicht meistern könne. „Was Dresden jetzt dringend braucht, sind belastbare und wirksame Antworten auf die bestehenden Herausforderungen“, so der Sprecher.

„Wir haben von Anfang an den Standpunkt vertreten, dass dazu die Unterstützung privater Bauherren, die Förderung der Wohnungsgenossenschaften sowie ein aktives Liegenschaftsmanagement, ein investorenfreundliches Klima und etliches mehr gehören. Nach den jüngsten Äußerungen von Thomas Löser sehe ich bei den Grünen erfreuliche Signale für ein Umdenken in der Wohnbaupolitik. Wir sind offen für Gespräche über eine Gesamtstrategie, mit der sich die Wohnungsknappheit in Dresden wirkungsvoll bekämpfen lässt“, erklärt Ingo Flemming abschließend.

 

Dresden, den 5. Dezember 2018 / Andreas Rönsch, Fraktionsgeschäftsführer