13. März 2019

Ecke: Gute Neuigkeiten für den Dresdner Kulturbetrieb

Gottfried Ecke, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, kommentiert die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang der diesjährigen Ostrale Biennale in Dresden:

„Es freut mich sehr, dass sich mit der alten f6-Fabrik eine echte Perspektive für die Ostrale eröffnet. Das sind gute Neuigkeiten für den Dresdner Kulturbetrieb. Ich wünsche den Ausstellungsmachern jetzt vor allem gutes Gelingen und freue mich – wie in den vergangenen Jahren – auf eine anregende und hochkarätige Ausstellung. Mit 150.000 Euro will die CDU die Ostrale in diesem Jahr zusätzlich unterstützen. Einen entsprechenden Antrag diskutieren wir gerade in den Gremien.“

Ostrale kein kulturpolitisches Ruhmesblatt

„Das Thema Ostrale ist weder für die Verwaltung, noch für Rot-Rot-Grün ein Ruhmesblatt. Das langjährige Domizil der Ostrale – die Futterställe im Ostragehege – wurde trotz anderslautender Stadtratsbeschlüsse 2018 durch die TWD – einem städtischen Tochterunternehmen – an einen Privatinvestor veräußert. Dahinter stand eine nicht durch den Stadtrat autorisierte Entscheidung des Oberbürgermeisters, deren Rechtskonformität ich offen bezweifle“, so Ecke. „Eine solche Politik ist gegenüber der Ostrale wie dem Stadtrat – offen gesagt – eine Sauerei.“

Falsche Zusagen, unanständiger Umgang, doppeltes Spiel

„Auch im Umgang mit den Ausstellungsmachern wurde unnötig viel Porzellan zerschlagen“, so Ecke. „Sei es die Nutzungsuntersagung durch den Gesellschafter der TWD oder falsche Zusagen der Genehmigungsbehörden, die die Ostrale-Macher im Glauben einer vermeintlichen Nutzungsverlängerung für die Futterställe ließen. Die Verwaltung hat hier auf Kosten der zeitgenössischen Kunst bewusst ein doppeltes Spiel getrieben. Hinzu kamen fragwürdige Eigeninteressen der Messe Dresden und die mangelnde Bereitschaft der Kulturverwaltung, im Sinne der Ostrale administrativ zu steuern.

Von rot-rot-grüner Seite waren zum Thema nur Lippenbekenntnisse zu vernehmen. Initiativen zur Rettung der Dresdner Schau gingen in den vergangenen Jahren stets von der CDU aus. Ich denke an unsere Anträge zur Sanierung der Futterställe oder die Einberufung von Sondersitzungen zur Klärung der offenen Zukunftsfragen vor einem Jahr“, resümiert der Stadtrat. „Auch die jüngste Initiative zur Finanzierung der Interimslösung geht auf uns zurück.“

Verwaltung muss endlich konstruktive Rolle spielen

Vor diesem Hintergrund verwundern die allzu euphorischen Äußerungen der linken Kulturbürgermeisterin den CDU-Stadtrat umso mehr: „Beim Blick auf die noch ausstehenden Nutzungsgenehmigungen für den neuen Standort sehe ich die Verwaltung in der Pflicht, nach dem langen Hin und Her endlich konstruktiv zum Gelingen der diesjährigen Schau beizutragen. Wir erwarten hier schnelle und zielführende Entscheidungen“, stellt Gottfried Ecke klar.

„Ich sehe aber auch den Stadtrat in der Verantwortung. Wir müssen uns ehrlich fragen: Sind wir bereit, die Mittel für die diesjährige Schau aufzubringen oder beerdigen wir die Ostrale? Ich messe der Schau gerade im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadtbewerbung eine große Bedeutung bei. Deshalb bleibt es aus meiner Sicht unsere Aufgabe, der Ostrale auch langfristig Planungssicherheit und Entwicklungsperspektiven zu geben“, so Ecke abschließend.