21. September 2018

Ecke: „Diese Hinhaltetaktik ist inakzeptabel und kurzsichtig“

Bereits im Mai berieten auf Initiative der CDU-Fraktion die Ausschüsse für Kultur, Wirtschaftsförderung und Finanzen in einer gemeinsamen Sondersitzung über die Zukunft der OSTRALE-Biennale in Dresden. Konsens war: Lösungen müssen auf den Tisch. Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gottfried Ecke, äußert sich zur gegenwärtigen Lage:

„Seit mehr als zwei Jahren ist bekannt, dass die OSTRALE-Biennale vor existenziellen Problemen steht, da die Nutzung der sanierungsbedürftigen Futterställe aus Sicherheitsgründen bald nicht mehr möglich sein wird. Der Stadtrat beauftragte daher auf Betreiben der CDU bereits im August 2016 die Verwaltung, die Fortführung der OSTRALE am Standort Ostragehege zu ermöglichen und die Nutzbarkeit der dortigen Räumlichkeiten dauerhaft zu sichern.

Wir ringen also schon seit Jahren um verlässliche Antworten und wirksame Lösungen“, erklärt Stadtrat Gottfried Ecke. „Passiert ist nichts, die Verwaltung hält uns hin. Die noch im Mai von Kulturbürgermeisterin Klepsch angekündigte Vorlage zur dringend notwendigen Sanierung der Futterställe ist uns – ein halbes Jahr später – immer noch nicht vorgelegt worden. Die Verwaltung versucht hier offenbar etwas auszusitzen“, so Stadtrat Ecke. „Gerade vor dem Hintergrund der laufenden Haushaltsverhandlungen ist das mehr als fragwürdig.“

„Angesichts des drohenden Weggangs der OSTRALE zum Kulturhauptstadtkonkurrenten Chemnitz dürfen und werden wir das dem Oberbürgermeister so nicht durchgehen lassen“, erklärt der Stadtrat. „Beschlüsse sind einzuhalten und umzusetzen.“

„Es kann nicht sein, dass die Verwaltung die OSTRALE sehenden Auges ziehen lässt und noch nicht einmal Veranlassung sieht, die offenen mietrechtlichen Fragen zu klären, von einer nachhaltigen Lösung ganz zu schweigen. Diese Hinhaltetaktik ist inakzeptabel und politisch kurzsichtig. Denn sie untergräbt das Vertrauen der Kulturschaffenden in die Politik“, so Gottfried Ecke abschließend.