17. April 2019

Donhauser: „Die Dresdner Bürger sollen abstimmen“

Die CDU hat die Einführung des 365-Euro-Jahrestickets für Bus und Bahn als Schwerpunkt gesetzt und möchte, dass darüber die Dresdner Bürger abstimmen. Jan Donhauser, Vorsitzender der CDU-Fraktion, erläutert das Vorhaben, welches als eine der größten Tarifreformen in den letzten Jahren gilt.

„Unbestritten braucht eine zeitgemäße Mobilitätsplanung in einer wachsenden modernen Großstadt auch einen attraktiven ÖPNV. Wir wollen mit einem 365-Euro-Jahresticket die Dresdnerinnen und Dresdner motivieren, auf Bus und Bahn umzusteigen – zur Entlastung des Straßenverkehrs und der Umwelt zuliebe. Wir sind überzeugt, dass wir die Bürger unserer Stadt und die Umwelt mit diesem Angebot entlasten können“, erklärt Jan Donhauser.

„Dass wir bei einem so komplexen und weitreichenden Vorhaben dicke Bretter bohren und viele Aspekte beachten müssen, versteht sich von selbst. Um die erforderlichen Grundlagen für die Finanzierung sowie die infrastrukturellen und betrieblichen Voraussetzungen zu klären, ist es notwendig, mit der DVB AG und dem VVO schon vor einer Befassung durch den Stadtrat im Gespräch zu sein“, so Donhauser. „Wir wollen, dass das Thema ein Erfolg wird! Dafür brauchen wir ein starkes Votum der Dresdner Bürger und müssen uns die nötige Zeit nehmen, um die Einführung des Tickets sorgfältig vorzubereiten. Dieses Zusatzangebot sollen alle Dresdner – vom Schüler bis zum Rentner – nutzen können.“

Deutliche Kritik äußert Jan Donhauser am Antrag der Linken, das Ticket ohne fundierte Vorbereitung in den Gremien schon in der nächsten Stadtratssitzung beschließen zu wollen:

„Dass die Linke zum jetzigen Zeitpunkt mit diesem zentralen Schwerpunkt aus unserem Wahlprogramm um die Ecke kommt, hat einen mehr als einen faden Beigeschmack. Sie entmündigt damit kurz vor der Wahl die Bürger und nimmt in Kauf, das Vorhaben scheitern zu lassen. Das kann und wird nicht unsere Zustimmung finden. Außerdem wollen wir nicht, dass sich die Verwaltung allein darum kümmert. Hier stehen wir als Stadträte in der Pflicht, die notwendigen Vorabstimmungen selbst in die Hand zu nehmen“, stellt Donhauser klar.

Dresden, den 17. April 2019 / Andreas Rönsch, Fraktionsgeschäftsführer