16. November 2018

Böhm: „Solide Basis für Elbquerung im Dresdner Nord-Westen“

Bereits seit Jahren diskutiert die Dresdner Kommunalpolitik verschiedene Optionen einer dauerhaften Verkehrsverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege. Die Vorschläge reichten von einer Fußgängerbrücke über eine Fährverbindung bis hin zum jüngsten Vorschlag eines Amphibienbusses nach Hamburger Vorbild.  Dazu erklärt CDU-Stadtrat Veit Böhm:

„Bevor wir uns auf eine Variante verständigen, die als dauerhafte Lösung politisch vorstellbar, auch finanziell machbar und planungsrechtlich genehmigungsfähig ist, brauchen wir eine wirklich grundlegende systematische Betrachtung aller relevanten Aspekte. Die in den vergangenen Jahren erarbeiteten Gutachten sind veraltet oder teilprojektbezogen und nicht ergebnissoffen durchgeführt worden und insofern in Umfang und Qualität für ein Vorhaben mit solch großer verkehrlicher Bedeutung unzureichend. Wir wollen mit unserem Antrag nichts weniger, als den gesamten Prozess vom Kopf auf die Füße stellen“, so Veit Böhm.

„Bei der vorliegenden Verkehrsprognose 2030 wurden die möglichen Effekte einer neuen Elbquerung nicht berücksichtigt. Wir stellen daher ganz konkret die Fragen: Welchen Nutzen hätte eine Elbquerung für die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger, für die Kommune vor allem hinsichtlich einer möglichen Verbesserung der Umweltbilanz und für die Stadt- und Raumentwicklung? Für welchen Verkehrsträger des Umweltverbundes - Öffentlicher Verkehr, Rad und Fußgänger - ist eine Elbquerung zweckmäßig? Wie viele Verkehrsteilnehmer würden eine solche Verbindung nutzen? Hätte eine Elbquerung Konsequenzen für den ÖPNV und würde zu einer Kfz-Entlastung der Leipziger Straße führen? – Mit Blick auf Chancen und Potenziale stehen viele offene Fragen im Raum, auf die wir nach Jahren der politischen Debatte endlich sachdienliche Antworten brauchen“, so der CDU-Stadtrat.

„Da unsere Stadt wächst und der Verkehr mit steigender Einwohnerzahl weiter zunehmen wird, gilt es, in einer soliden Kosten-Nutzen-Abwägung die Möglichkeiten einer direkten Verbindung zwischen Ostragehege und Pieschen abschließend zu prüfen. Daneben sollen auch verbindliche Aussagen zum Umsetzungszeitraum und möglicher Zwischenlösungen getroffen werden.“

Der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gunter Thiele, sieht durchaus Potenzial in einer neuen Elbquerung: „Gerade im Hinblick auf den ÖPNV sollte man die positiven systemischen Auswirkungen einer Direktverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege nicht unterschätzen. Ich bin mir sicher, dass eine erweiterte Straßenbahnlinie 10 bis Kaditz deutlich an Attraktivität gewinnen würde. Bevor wir eine Entscheidung über das Ob und die Art einer neuen Elbquerung treffen, sind alle Optionen im Variantenvergleich vorzulegen und öffentlich zu diskutieren. Dazu soll unser Antrag die Verwaltung beauftragen.“