21. Mai 2019

Böhm: "Sachsenbad 2.0 auf gutem Weg"

Am Montagabend wurden in der Lenkungsgruppe zum Sachsenbad die Ergebnisse der Ausschreibung vorgestellt. Nach einem von der CDU-Fraktion initiierten Stadtratsbeschluss im letzten Jahr wurde das Sachsenbad u.a. auf der Expo-Real in München zum Verkauf angeboten. Die Ausschreibung erfolgte dabei in einem zweistufigen Verfahren und Interessenten sollten möglichst eine zukünftige Badnutzung berücksichtigen. Wie bereits im Vorhinein bekannt wurde, gibt es mehrere konkrete Angebote mit unterschiedlichen Nutzungsperspektiven. 

Veit Böhm, Stadtrat in Pieschen, Initiator des damaligen Stadtratsbeschlusses und Mitglied der Lenkungsgruppe, äußert sich zu aktuellen Artikeln der Sächsischer Zeitung Anfang Mai und der DNN von heute: 

„Es ist richtig, dass mehrere Angebote vorliegen und diese nun bis zum Herbst in einer zweiten Verfahrensstufe weiter qualifiziert und möglichst noch bis Ende des Jahres im Stadtrat dazu ein Beschluss gefasst werden soll. Von der Verwaltung wurden uns die Angebote und eine ämterübergreifende Auswertung vorgestellt. Dabei haben die Bieter unterschiedliche Vorstellungen für die zukünftige Nutzung, wobei auch Nutzungskonzepte ohne Wasser sehr interessant sind.  Zum Inhalt der einzelnen Angebote kann ich mich aus Gründen des Bieterschutzes nicht äußern, allerdings sind die vorgestellten Konzepte derzeit noch unterschiedlich konkret und es bedarf noch entsprechender Nacharbeiten.  

Neben dem besten Nutzungskonzept ist natürlich auch die Erfahrung der Bieter im Umgang mit solchen Projekten und die Sicherstellung der Finanzierung für die Entscheidung des Rates entscheidend. Insoweit ist die Herangehensweise der Verwaltung gut, denn Schnellschüsse helfen hier wenig. Wichtig ist, dass nach dem möglichen Verkauf des Objekts auch eine zügige Umsetzung des Siegerkonzepts erfolgt und das Sachsenbad 2.0 nicht als Investitionsruine endet. Wenngleich sich der Denkmalschutz bisher bei allen früheren Nutzungskonzepten als eine Hürde erwies, kann zum jetzigen Zeitpunkt die unlängst geäußerte Kritik eines Bieters an dem Verfahren so nicht nachvollzogen werden. Aus Sicht der Denkmalschützer sind zunächst alle vorgestellten Nutzungskonzepte vorstellbar. Zum jetzigen Zeitpunkt wird es wichtiger sein, die lokalen Interessenvertreter mit einer spannenden aber auch tragfähigen Zukunftsversion zu überzeugen. Denn nach den aktuellen Verlautbarungen des Finanzbürgermeisters zu geringer werdenden städtischen Einnahmen und zum fraglichen Neubau von Schwimmbädern ist klar, dass eine Sanierung durch die Stadt Dresden bzw. ihre Töchter in absehbarer Zeit nicht realistisch ist.

Der aktuelle Verfahrensstand zeigt, wie richtig der eingeschlagene Weg über private Investoren ist, weil es nun konkrete Zukunftsperspektiven für das Sachsenbad gibt. Die doch insgesamt sehr guten Angebote widerlegen die teils harsche Kritik von Teilen der Linken und Grünen zu den vom Stadtrat beschlossenen Planungen für einen Schwimmbadneubau in Pieschen/Neustadt.“

Dresden, den 21. Mai 2019 / Andreas Rönsch, Fraktionsgeschäftsführer