22. August 2018

Ahnert: Wir brauchen multi-professionelle Teams

CDU-Bildungspolitikern begrüßt Bildungsstrategie

Kinder mit besonderen sprachlichen, emotionalen oder sozialen Schwierigkeiten brauchen Unterstützung und gezielte Förderung. Die Landeshauptstadt wird ihrer Verantwortung gerecht und begegnet den aktuellen Herausforderungen in besonders belasteten Sozialräumen mit einer eigenen Bildungsstrategie. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Stadtrat, Heike Ahnert, würdigt das aktuelle Programm wie folgt:

"Schon jetzt hat die soziale Herkunft in keinem anderen Bundesland so wenig Einfluss auf den schulischen Erfolg wie in Sachsen. Diese erfolgreiche Bildungspolitik setzen wir in Dresden mit dem Handlungsprogramm 'Aufwachsen in sozialer Verantwortung' fort. Denn die Erfahrung lehrt: wenn sich vielfältige soziale Problemlagen konzentrieren, wird es schwierig, allen Kindern gleichermaßen gerecht zu werden. Je früher die Förderung ansetzt, umso besser. Ich begrüße den Ansatz des Bildungsbürgermeisters Hartmut Vorjohann daher ausdrücklich. Damit können wir eine individuelle Betreuung, verstärkte Förderung und mehr Chancengerechtigkeit sicherstellen", so Heike Ahnert.

Jedoch macht die bildungspolitische Sprecherin deutlich, dass man mit mehr Personal allein den vielfältigen Problemlagen der Kinder nicht gerecht werden könne: "Die Qualifikation der Mitarbeiter spielt eine entscheidende Rolle für den erfolgreichen und qualitätssicheren Bildungsprozess vor Ort. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir multi-professionelle Teams in den Kitas und Horten brauchen, um an den richtigen Stellen helfen zu können – neben qualifizieren Pädagogen und Erziehern denke ich an erfahrene Logopäden, Psychologen, Sozialpädagogen, Kulturdolmetscher, u.a. Mit dieser Bildungsstrategie muss es gelingen, auch die Eltern zu erreichen und sie frühzeitig in ihrer Verantwortung für das Wohlergehen und die Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen", fordert die CDU-Bildungspolitikerin.

"Unabhängig vom zukünftigen Personaleinsatz unterliegen wir nicht der Illusion", so Heike Ahnert abschließend, "dass ein staatliches Programm ein intaktes und verant-wortliches familiäres Umfeld kompensieren bzw. gar ersetzen könnte! Wir nehmen die Eltern hier nicht aus ihrer Verantwortung, sondern wollen mit einem verbesserten Personalansatz vielmehr unterstützend zur positiven Entwicklung eines jeden Kindes und Jugendlichen beitragen."

Dresden, 22. August 2018