14. Juni 2017

Ahnert: Schulplanung ohne System entsetzt mich!

Vom neuen Politikstil bei Rot-Rot-Grün hat die CDU-Bildungspolitikerin Heike Ahnert die Nase voll. Diskussionen in den Ausschüssen verkommen zur Farce:

„Wieder greift RRG der Schulnetzplanung voraus und verschiebt unausgegoren für das Prestigeprojekt ‚Universitätsschule‘ erneut Schulstandorte. Die Aufwertung eines Oberschul-standortes durch eine vorübergehende Unterbringung eines neu zu gründenden Gymnasiums ‚Dresden-Ost‘ hilft der Attraktivität des Standortes in der Johannstadt sicher nicht. Im Gegenteil: Statt fünf Zügen Oberschule gibt man sich mit zwei Zügen zufrieden – ohne Entwicklungs-perspektive, ohne Strategie für den Standort Pfotenhauerstraße.

Ich bin entsetzt, dass man sich auf die dringende Initiative der Schule zur Schulsozialarbeit beruft, aber weder Schulleitung, Schüler noch Eltern vor dem Beschluss zu diesem gravierenden Eingriff in den ‚eigenen Wänden‘ beteiligt oder wenigstens informiert.“

Heike Ahnert kritisiert, dass bei der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit augenscheinlich niemand die zentralen Fragen gestellt bzw. Aspekte berücksichtigt habe:

  • Bei mindestens 6 Jahren Interimsstandort werden die Räumlichkeiten schon nach kurzer Zeit nicht ausreichen. Verzichtet man dann ganz auf die 101. Oberschule in der Johannstadt oder wird man auf dem Schulhof anbauen, oder Teile des Gymnasiums auslagern?
  • Die Fachkabinette reichen für einen Gymnasialstandort nicht aus. Dies führt zu einem Organisationschaos und Unterrichtszeiten bis weit in den Nachmittag.
  • Wie kommen die Schüler aus dem Dresdner Osten an das verkehrlich schlecht angebundene Gymnasium Dresden-Ost in der Johannstadt? Jedes andere Gymnasium bis ins Zentrum ist aus Zschachwitz, Prohlis oder Leuben besser erreichbar – zwei- bis dreimal umsteigen ist aus allen Stadtteilen erforderlich.

„Darum halte ich es für unwahrscheinlich, dass es mit diesem Interimsstandort jemals zu einem echten Gymnasium ‚Dresden-Ost‘ kommen wird. Die CDU hält an einem Gymnasium im Osten - und nicht irgendwo - fest.

Erneut greift RRG ohne Not dem Schulnetzplan vor. Strategische Fragen werden nicht gesamtstädtisch betrachtet, sondern man schießt aus der Hüfte einzelne Projekte und schafft ohne Beteiligung, ohne Stellungnahme der Stadtverwaltung Tatsachen. So macht man keine verantwortungsvolle Schulpolitik“, so Ahnert abschließend.

Dresden, den 14. Juni 2017