18. September 2018

Ahnert: „Gemeinsam Zielstellung für die Zukunft entwickeln“

Die im Juli 2015 formulierte Zielstellung im Umgang mit hochwassergefährdeten Kleingartenanlagen sah den schrittweisen Rückbau von Parzellen und die Beseitigung von Baulichkeiten vor. Veränderte Rahmenbedingungen und neue Untersuchungsmethoden geben nun Anlass zum Umdenken. Stadträtin Heike Ahnert erläutert die Initiative der CDU-Fraktion wie folgt:

„Der Rückbau des hochwasserbetroffenen Kleingartenlandes ist inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem auch relativ gering betroffene Sparten in den Fokus geraten. Das finde ich problematisch. Gerade im alten Elbarm, welcher zum Hochwasser 2013 nicht durchströmt wurde, sind vom Rückbauprogramm nun auch Lauben betroffen, an denen das Hochwasser faktisch keine Schäden angerichtet hat.“

Die veränderten Rahmenbedingungen, die mit dem rasanten Wachstum Dresdens mit einer immer stärker steigenden, vielfältigen Flächennachfrage eingetreten sind, nimmt die für den Wahlkreis zuständige Stadträtin zum Anlass, die weiteren Ziele des Programms von 2015 zu hinterfragen und neu zu diskutieren:

„Ich sehe Handlungsbedarf, zumal die im Beschluss von 2015 geforderte Erschließung von neuem Kleingartenland nicht in dem Maße erfolgte, wie anfangs gehofft. Wir wollen gemeinsam mit den Betroffenen und der Verwaltung die aktuelle Situation analysieren und gemeinsame Zielstellungen für die Zukunft entwickeln“, erklärt Heike Ahnert.

„In einem ersten Schritt müssen wir die bis 2022 befristete Rückbauförderung verlängern. Dadurch gewinnen wir Zeit, um die vorliegenden neuen Daten aus den vertieften Simulationsuntersuchungen auszuwerten. Eine mögliche Höherlegung der Salzburger Straße wird sich auf das Abflussgebiet und den Erhalt der Kleingärten auswirken“, so die Stadträtin aus dem Dresdner Osten. „Bevor die Kleingärtner zur Aufgabe ihrer Grundstücke gedrängt werden, müssen wir diese Fragen genau prüfen.“

„In jedem Fall“, so erklärt Heike Ahnert, „wollen wir mit unserem Antrag Bewegung in die Debatte bringen und die zahlreichen betroffenen Kleingärtner beim Erhalt ihrer Gartengrundstücke unterstützen.“