06. März 2018

Wagner/Krüger: Bäderkonzept erst einmal vorlegen lassen

CDU-Fraktion verärgert über unsachlichen und unseriösen Schwimmhallen-Vorstoß

Ungläubig rieben sich Dresdnerinnen und Dresdner heute die Augen bei der Zeitungslektüre: Vier neue Schwimmhallen soll die Landeshauptstadt bald bekommen – so zumindest nach dem Willen des sportpolitischen Sprechers der Grünen Fraktion. Anke Wagner, fachpolitisches Pendant in unserer CDU-Fraktion, hält diesen Weg haltloser Forderungen für falsch:

„Warum die Grünen jetzt derartig unreflektierte Forderungen vorbei an TWD und Bäder GmbH machen, lässt sich für mich nur mit der Hoffnung auf eine heiße Schlagzeile erklären – und das ist schade. Vor inzwischen fünf Jahren haben wir die Dresdner Bäder aus dem Sportstättenbetrieb herausgenommen und eine städtische Bäder GmbH unter dem Dach der TWD gegründet. Dieser Weg war richtig. Denn es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Bäder GmbH gut für die Schwimmflächenentwicklung in Dresden war. Wenn im Sommer das neue Bäderkonzept in die Gremien gelangt, werden wir eine Diskussion um die künftige Ausrichtung der Dresdner Schwimmlandschaft führen – aber gemeinsam mit TWD und Bäder GmbH. Dieser diffizile Aushandlungsprozess muss sich schließlich sinnvoll in den Gesamtkontext der Dresdner Sportentwicklungsplanung einfügen.“

Peter Krüger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und für die CDU-Fraktion Mitglied im Finanz- als auch im Sportausschuss, stellt hingegen mangelnde Sachkenntnis und kein gutes politisches Gespür bei den Grünen fest – er zeigt sich schockiert vom Ausmaß der Forderung:

„Diese Forderung der Grünen ist unseriös und unverantwortlich, denn sie entbehrt jeglicher Deckung. In wenigen Monaten wird uns die Verwaltung ihren Entwurf für den Doppelhaushalt 2019/20 vorstellen – dann beginnt der Diskussionsprozess. Die Grüne Fraktion hat in den letzten 6 Jahren die jeweiligen Doppelhaushalte mitverantwortet und sollte da eigentlich etwas professioneller auftreten. Jetzt völlig aus der Kalten mit der Forderung nach ‚ein paar zusätzlichen‘ Schwimmhallen aufzutauchen, erinnert eher an Wünsch-dir-was als an seriöse Finanzpolitik.

Problematisch finde ich auch, dass mit der Kommunikation solcher Versprechungen – zumal ohne Bürgerbeteiligung – die Stadtteile gegeneinander ausgespielt werden. Da werden nicht nur mal eben vier Schwimmhallen gefordert, sondern die Standorte quasi gleich noch mit benannt. Das ist, vor allem ohne die Konzeption überhaupt zu kennen, ein unnötiges Aufstacheln zum Zwecke der eigenen Profilierung. Das enttäuscht mich, zumal wir Sportpolitiker sonst eigentlich vernünftig miteinander auskommen.“

Dresden, den 06. März 2018