12. Februar 2018

Rentsch: Gehwegeprogramm der Stadt nicht ausreichend

CDU-Fraktion kritisiert langsames Vorankommen bei der Sanierung von Gehwegen

Heute stellte die Landeshauptstadt Dresden eine Übersicht über die in 2017 abgeschlossenen Bauprojekte im Bereich der Rad- und Gehwege vor. Zusätzlich informierte sie über für 2018 anstehende Planungen, Projekte und Maßnahmen. CDU-Stadtrat Klaus Rentsch, zudem langjähriger Vorsitzender des Dresdner Seniorenbeirats, betrachtet die Ergebnisse mit einem lachenden und einem weinenden Auge:

„Insgesamt ist das zu wenig, ich bin enttäuscht. Seit vielen Jahren engagiere ich mich sowohl mit meinen Kollegen im Seniorenbeirat als auch mit der CDU-Fraktion für die Sanierung der zum Teil arg holprigen Gehwege in Dresden – aber so richtig voran kommt die Stadt nicht. Dies ist ein Ärgernis v.a. für ältere Menschen, die auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen sind; aber auch für die jüngste Generation, die im Kinderwagen oder mit Rollern unterwegs ist, stellt so mancher Gehweg eine hohe Hürde oder sogar eine erhebliche Gefahr dar. Das ist doch kein Zustand!“

Der Seniorenbeirat hatte bereits im Jahr 2011 einen sogenannten „Holperatlas“ erstellt, welcher die Grundlage für ein umfassendes Sanierungsprogramm werden sollte. Dazu hatte die CDU-Fraktion in den Doppelhaushalten 2011/12 und 2013/14 jeweils Millionenbeträge eingestellt, um zügig Abhilfe zu schaffen – auf Druck der CDU-Fraktion übernahm auch RRG diesen Posten in die DHH 2015/16 und 2017/18, legte den Fokus allerdings anders.

„An der nun vorgestellten Bilanz zeigt sich erneut: So richtig verbaut wurden die Gelder leider nicht. Für die Bauverwaltung und v.a. das Straßen- und Tiefbauamt sind die Wünsche der Bürger nach sicheren Gehwegen offenkundig zweitrangig. RRG hat seit 2017 zudem für sieben(!) neue Radverkehrsplaner in Diensten der Stadt gesorgt, der grüne Baubürgermeister erhöht dort die Schlagzahl, was ja grundsätzlich erfreulich ist.
Aber wie viele (neue) Mitarbeiter befassen sich mit der Sanierung von Gehwegen? Wann geht es da richtig voran? Derzeit müssen die Gehwege zugunsten der Radwege zurückstecken, 400 Radwegemaßnahmen stehen knapp 300 Gehwegemaßnahmen entgegen – davon sollen 2018 nur 55 in Angriff genommen werden. Das ist zu wenig! Ich hoffe, hier tut sich noch etwas, denn dies ist ein Problem mehrerer Generationen – tausende Dresdner Senioren und Familien mit kleinen Kindern werden es danken“, so Klaus Rentschs eindringlicher Appell.

Dresden, den 12. Februar 2018