06. Dezember 2017

Ihle: Kommunikation des Gesundheitsamts fragwürdig

CDU-Fraktion kritisiert harsch den unsensiblen Umgang mit den jüngsten TBC-Fällen

Seit einigen Tagen debattiert die Dresdner Öffentlichkeit lebhaft über die jüngst bekannt gewordenen TBC-Fälle an der HOGA-Schule in Dobritz. In der heutigen Pressekonferenz vom 6. Dezember berichteten Stadt und Schule gemeinsam über die Fälle bzw. das Meldeverfahren. Dazu äußert sich Astrid Ihle, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, sehr kritisch:

„Letztlich muss man sagen: Das Gesundheitsamt unter der Führung von Frau Dr. Kaufmann (LINKE) hat die Situation unterschätzt! Natürlich spricht sich so ein Fall mit einer derartig gefährlichen, in Deutschland eigentlich ausgerotteten, Krankheit schnell herum – und je weniger Aufklärungsarbeit seitens des Amtes geleistet wird, desto wilder werden eben die Spekulationen. Frau Dr. Kaufmann hat einen wesentlichen Anteil an der verfahrenen Situation der letzten Tage und Wochen.“

Astrid Ihle ärgert dabei besonders das kommunikative Versagen des Gesundheitsamts bei dem Fall. Mittlerweile sei es gelebte Praxis, dass bei jedem Läusebefall oder bspw. jeder Scharlach-Erkrankung in der kompletten Bildungseinrichtung eine Warnung an die Eltern erfolgen würde. Auch im sächsischen Rahmenhygieneplan sei ein entsprechendes transparentes Vorgehen bei meldepflichtigen Erkrankungen vorgesehen. Warum dies hier nicht erfolgte und nur ein kleiner, ausgewählter Personenkreis informiert wurde, sei unerklärlich.

„Dazu habe ich noch einige Fragen an die Stadtverwaltung formuliert, das möchte ich genauer aufgeklärt wissen. Es ist doch völlig nachvollziehbar, dass die Eltern über einen derartigen Sachverhalt informiert werden wollen. Bei einem solchen Fall muss es oberste Pflicht sein, ehrlich zu kommunizieren. Das ist hier leider nicht geschehen – so wurde bei den Eltern und der Dresdner Öffentlichkeit viel Vertrauen verspielt. Ich wünsche den betroffenen Schülern gute Genesung und hoffe, dass sich ein Fall wie dieser nicht wiederholt. Die Kommunikation muss dabei von Anfang an besser laufen – gerade im Gesundheitswesen ist Vertrauen das A und O“, so Astrid Ihle abschließend.

Dresden, 06. Dezember 2017