28. März 2018

Dresden modernisiert seine Verwaltung für das 21. Jahrhundert

Stadtrat fasst Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Verwaltungszentrums

Sehr lebhaft diskutierte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung am 22. März 2018 das schwierige Thema der „Verwaltungsunterbringung 2030“. Am Ende dieses Prozesses soll der Bau eines neuen Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz stehen. Geplant ist ein neuer zentraler Verwaltungskomplex, der die Verwaltung an einem Ort zusammenführt. Die derzeitige Situation, dass Ämter in der ganzen Stadt verteilt untergebracht sind, wird beendet. Denn effizient und in bürgernah ist diese bisherige „Puzzle-Struktur“ nicht, von den Kosten ganz abgesehen. Wir als CDU-Fraktion befürworten daher den Neubau. Warum?

So sieht der Ferdinandplatz heute aus - unbebaut im Herzen der Stadt...

Fast 100 Jahre nach dem Bau unseres Rathauses muss sich Dresden den neuen Bedingungen anpassen. Mit nahezu 600.000 Einwohnern benötigen wir einen Standort der kurzen Wege, den man unter Beachtung modernster arbeitswissenschaftlicher Ansätze planen und einrichten kann. Eine Verwaltung, die über die ganze Stadt verteilt ist und wegen auslaufender Mietverträge permanent umzieht, kann keine Dauerlösung sein. Dieses Zentrum soll so auch Ausdruck der Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung sein und letztlich dem Bürger dienen – zudem werden sich die Baukosten durch die Einsparung von Mietkosten amortisieren. Daher ist der Grundsatzbeschluss, dieses Zentrum zu bauen, ein historischer Moment.

Bisher wurden seitens der Stadtverwaltung Planungs- und Baukosten in Höhe von 162 Mio. Euro kommuniziert. Uns als CDU-Fraktion war und ist ganz besonders wichtig, bei solch einem für die Stadt maßgeblichen Großprojekt auch an das heimische Bauhandwerk zu denken. Denn klar ist: Unsere klein- und mittelständischen Bauunternehmer und Handwerksbetriebe sollen profitieren!

Das Verwaltungszentrum wird voraussichtlich von einem Generalunternehmer getragen, sprich: Sowohl Planung als auch Ausführung werden von einem Unternehmen verantwortet. Verständlicherweise treibt das heimische Bauhandwerk daher die Sorge um, an dem Projekt nicht partizipieren zu können. Diese Sorge halten wir als CDU-Fraktion für begründet und hatten daher in der Diskussion darauf geachtet, dass die später vom Generalunternehmer ausgeschriebenen Subunternehmerleistungen losweise, mittelstandsfreundlich und nach dem Sächsischen Vergabegesetz ausgeschrieben werden – so soll das Handwerk aus Dresden und dem Umland eine Chance bekommen. Genau diese Regelung fand sich letztlich in der Beschlussfassung im Stadtrat wieder – ein Erfolg der CDU-Fraktion!

Steffen Kaden, wirtschaftspolitischer Sprecher