21. März 2018

Ahnert: Zahlen bestätigen - der Schulnetzplan funktioniert nicht!

CDU-Fraktion fordert ein Umsteuern bei Schulplanung und Unischule

Die Schulanmeldezahlen für die einzelnen Dresdner Gymnasien und Oberschulen liegen vor. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Heike Ahnert, sieht darin die Bestätigung, dass die Schulnetzplanung von RRG nicht funktioniert und fordert umgehend ein Umsteuern:

„Wir haben immer betont, dass wir eine Schulplanung benötigen, die atmen kann. Jetzt müssen wir für die Gymnasien feststellen: Hier atmet nichts, hier stehen die Schulen perspektivisch vor dem Kollaps. RRG hatten für ihren Schulnetzplan entgegen der amtlichen Prognosen unterstellt, dass die Anmeldungen an den Gymnasien zurückgehen werden. Gemeinsam mit dem CDU-Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann hatten wir frühzeitig gewarnt, dass ca. 50 Plätze für das Gymnasium fehlen. Jetzt übersteigen die Anmeldungen sogar diese Prognosen deutlich. Der Schulnetzplan von RRG erfüllt die wichtigste Aufgabe nicht: Jedem Kind einen Schulplatz zu garantieren. Die Fehlplanungen müssen umgehend korrigiert werden!

RRG hat es versäumt, entscheidende Fragen für einzelne Schulstandorte zu klären. Damit haben sie die Eltern massiv verunsichert. Da braucht man sich nicht über die geringen Anmeldungen für die Universitätsschule und keine einzige Anmeldung für das Gymnasium LEO zu wundern. Aufgrund der unterschiedlichen Wegebeziehungen ist es eben nicht egal, wo eine Schule ihren endgültigen Standort findet“, erklärt Heike Ahnert.

Die Bildungspolitikerin plädiert für einen geordneten Neustart der Unischule 2019 und eine Rückkehr zur vernünftigen Planung der Verwaltung:

„Der Start der Unischule zum August 2018 scheint mir wenig sinnvoll. Ob das Konzept mit den wenigen Schülern tatsächlich umgesetzt werden kann, muss die TU Dresden ernsthaft prüfen. Die Gründung mit der Brechstange durchzusetzen, erweist sich als fataler Fehler. Ohnehin ist der Standort aus unserer Sicht falsch. Wenn 2019 nochmals ein Versuch unternommen werden sollte, dann an anderer Stelle; z.B. an einem Standort, an dem es nicht zu Konflikten oder zur Verdrängung bestehender Schulen kommt. Die Boxberger Straße in Prohlis wäre die bessere Alternative gewesen.“

Dresden, den 21. März 2018