17. Januar 2018

Ahnert: Ungewisse Zukunft für die Universitätsschule? Die Schüler der Johannstadt dürfen nicht hintenanstehen!

Stadtratsmehrheit aus Linken, SPD und Grünen lehnt qualifizierte Beratung ab

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Heike Ahnert, hat im gestrigen Bildungsausschuss beantragt, die Vorlage zur Universitätsschule noch einmal zu vertagen. Da der Beschluss allerdings am 25. Januar im Stadtrat gefasst werden soll, schlug die CDU-Fraktion vor, dass sich der Ausschuss in einer Sondersitzung nur mit diesem schwierigen Thema befasst:

„In diese Sondersitzung des Ausschusses sollten die Schulleitungen der 101. Oberschule, der 102. Grundschule, die jeweiligen Elternvertretungen sowie der Ortsamtsleiter und die Quartiers-manager der Johannstadt eingeladen werden. Im Mittelpunkt sollte dabei die konkrete Ausgestaltung der vom Stadtrat beschlossenen Kooperation zwischen der Universitätsschule, der 101. Oberschule und der 102. Grundschule stehen – diese Sondersitzung hat RRG abgelehnt.“

Dieser Schritt sei nicht nachvollziehbar, zumal mit der Entscheidung vor allem die 102. Grundschule völlig vor den Kopf gestoßen und außen vor gelassen werde, schlimmer noch: Mittlerweile sei der 102. GS und der 101. OS sehr deutlich kommuniziert worden, dass eine Zusammenarbeit gänzlich unerwünscht sei:

„Das halte ich für untragbar. Momentan ist völlig ungeklärt, woher das Geld für die Finanzierung der Universitätsschule fließen soll – aus dem SMK wird es wohl nicht kommen. Wir als CDU-Fraktion lehnen auch klar ab, dass für diesen experimentellen Schulversuch mehr städtisches Geld fließt als für andere Schulen in Dresden. Wir brauchen jetzt Klarheit, wie es für die Schüler in der Johannstadt am Standort Pfotenhauer Straße weitergeht. In spätestens zwei Jahren ist die Schule für eine parallele Nutzung der Universitätsschule und der Oberschule definitiv zu klein. Das hat der Ausschuss gestern deutlich zutage gebracht.

Es kann nicht sein, dass RRG ein derartiges Elitenprojekt ausschließlich für eine gewünschte Klientel vorantreibt, dabei eine wirkliche Kooperation mit den Schulen vor Ort kategorisch ausschließt und auch noch Unsummen hineinpumpt – langsam wird mir klar, was RRG unter ‚Bildungsgerechtigkeit‘ versteht…“, so Heike Ahnert abschließend.

Dresden, den 17. Januar 2018