05. Oktober 2017

Thiele: Hochhaus am Pirnaischen Platz – Planung überarbeiten!

Sozialverträgliche Lösungen für Mieter finden und mit dem Investor nachverhandeln

Seit einiger Zeit stehen die Planungen und Vorkommnisse rund um das sogenannte „Assi-Hochhaus“ am Pirnaischen Platz im Fokus. Bei allem Verständnis für die Belange der aktuellen Mieter möchte Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, gern zurück zu einer baufachlichen Versachlichung der Debatte:

„Eines ist doch klar: Die Sanierung des Hochhauses ist mehr als dringend notwendig. Nicht nur der Brandschutz ist hier ausschlaggebend, sondern letztlich auch, dass dieser städtebauliche Schandfleck inmitten der Innenstadt endlich verschwindet.“

Ganz kalt lässt Gunter Thiele die Kündigung der verbliebenen Mieter durch Nutzungsuntersagung aber nicht. Er kritisiert sehr deutlich den zweifelhaften Umgang zwischen Rathaus und Investor mit den aktuellen Mietern. Aus seiner Sicht könne es nicht sein, dass nur zum Zwecke der schnellen Nutzbarmachung ein derart rabiater Umgang gepflegt werde:

„Ob sich der grüne Baubürgermeister mit der Nutzungsuntersagung vom Investor hat vor den Karren spannen lassen, weiß ich nicht – das wäre natürlich ein starkes Stück, befindet sich aber im Reich der Spekulation. Unabhängig davon müssen für die Mieter jetzt schnell sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Meines Erachtens stehen die Verantwortlichen – also Rathaus und Investor – bei der Suche nach vergleichbaren Ersatzwohnungen (bezogen auf Wohnungsgröße, Miete, Ausstattung, Lage, etc.) in der Pflicht“, so Gunter Thiele.

Indiskutabel sind für Gunter Thiele die Pläne zur angedachten Höhe des Gebäudes. Scharf kritisiert er die Arbeit der Gestaltungskommission, die diesen Aspekt trotz entsprechender Hinweise in der Diskussion nicht berücksichtigt habe:

„Das Haus darf nicht noch höher werden. Seit seinem Bestehen hat es sich nie in das städtebauliche Umfeld eingefügt; es sogar noch zu erhöhen, würde die weltbekannte Dresdner Silhouette ganz erheblich stören. Hier zeigt sich mangelnde Sensibilität der Planer gegenüber dem Empfinden der Dresdner für ‚ihre Stadt‘. Leider hat auch der Baubürgermeister dazu keine deutliche Position bezogen. Daher fordere ich eine schnelle und energische Nachverhandlung mit dem Investor. Ziel muss sein, eine Reduzierung der Gebäudehöhe zu erreichen“, so Gunter Thiele abschließend.

Dresden, den 05. Oktober 2017